Neue Verbindung am Baunsberg: Fußweg für 300.000 Euro

Barrierefreier Weg: Künftig können Anwohner direkt zu Fuß von der Birkenallee (im Vordergrund) zur Haltestelle am Baunsberg gelangen. Rechts im Bild ist der zur Wohnstadt gehörige Fußweg zu sehen. Foto: Dilling

Baunatal. Rund 300.000 Euro, inklusive stromsparender LED-Beleuchtung, Betonplattenbelag, Blühstreifen und Bänken, wird der neue Fußweg kosten, der die Birkenallee mit der Tramhaltestelle am Baunsberg verbinden und den Bewohnern des Quartiers einen direkten, kurzen Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen soll.

Die Fertigstellung ist für Ende März oder Anfang April vorgesehen.

300 000 Euro, das ist ein stolzer Preis für 146 Meter Wegstrecke, da sind Fußwege andernorts schon billiger gebaut worden. Die Wohnungsgesellschaft GWH, über deren Gelände der Weg zur knappen Hälfte verläuft, und die Stadt Baunatal werden die Kosten zu ungefähr gleichen Teilen aufbringen. Für Silke Engler, die Erste Stadträtin, ist der zwischen 2,50 und vier Meter breite Fußweg dieses Geld wert: Es seien besondere Maßnahmen erforderlich gewesen, um ihn barrierefrei gestalten zu können. Außerdem könne er als „Blaupause“ für neue Wegeachsen im Baunsberg-Quartier dienen.

Vorschriften sind eingehalten

„Alle sagen: Das ist wunderbar“, erklärt Engler. Die Wegeverbindung sei ein vielfach geäußerter Wunsch von Bewohnern gewesen, die bisher nur auf verschlungenen Wegen zur Haltestelle gelangen konnten. Die Schwierigkeit sei gewesen, die Vorschriften über maximale Steigungen für eine Barrierefreiheit auf dem stark abfallenden Gelände einzuhalten, sagt die Erste Stadträtin. Im Vorfeld habe man nicht nur mit der GWH gesprochen, sondern auch mit der Wohnstadt, deren Siedlung ebenfalls an die geplante fußläufige Verbindung grenzt. Auf dem Wohnstadtgelände ist auf einem Abschnitt sogar schon ein Weg vorhanden, der nun parallel zu dem neuen verlaufen wird. Allerdings hat er viele Treppenstufen, ein unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator. Außerdem hätte man auf diesem Weg eine große Kurve einbauen müssen, um die maximale Steigung einzuhalten. Die GWH habe sofort großes Interesse an dem Projekt bekundet, berichtet Engler.

Der neue Fußweg bildet den Auftakt zu einer Neuordnung der vielfach verschlungenen Wege zwischen den Siedlungshäusern. Auf lange Sicht soll eine Verbindungsachse zwischen der Dachsbergstraße im Süden und dem Baunsbergpark im Norden entstehen.

Außerdem soll es künftig drei West-Ost-Querachsen geben, vom geplanten Neubaugebiet zur Birkenallee, vom Bornhagen zur Tramhaltestelle und von der Akazienallee zum Penny-Markt. Finanziert werden soll das Wegeprojekt mithilfe von Zuschüssen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“, das auf zehn Jahre angelegt ist. Dieses Jahr werde wahrscheinlich noch nichts gebaut, sondern das Konzept erstellt, sagt Engler.

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