Neuer Einsatzleitwagen in Baunatal: Das Gehirn der Feuerwehr

Vollgestopft mit moderner Technik: Der Funkraum des neuen Flaggschiffs der Baunataler Feuerwehr lässt keine Wünsche offen. Alina Altenberend kennt sich dort bestens aus. Am Steuer des neuen Einsatzleitwagens der Baunataler Feuerwehr sitzt Gruppenführer Marc Sulbacher. Fotos: Dilling

Baunatal. Der Einsatzleitwagen einer Feuerwehr ist gewissermaßen das Gehirn bei ihren Einsätzen: Hier laufen alle Informationen zusammen, hier wird die Lage besprochen, wird die Strategie zur Bekämpfung von Bränden oder Chemieunfällen entwickelt.

Bisher musste die Baunataler Feuerwehr mit Provisorien vorliebnehmen. Mannschaftstransportwagen wurden umgebaut, die Technik ließ allerdings zu wünschen übrig. Doch seit Kurzem hat sich das geändert. Die Stadt hat für 110 000 Euro einen Einsatzleitwagen angeschafft, der maßgeschneidert für Einsätze ist und viele Talente unter seinem Dach vereinigt.

Nagelneu: Die Baunataler Feuerwehr hat ihren ersten modernen Einsatzleitwagen in Dienst gestellt.

Die Funkzentrale mit zwei Arbeitsplätzen im Heck des 160 PS starken Einsatzleitwagens enthält alles, was moderne Kommunikationstechnik zu bieten hat: Digital- wie Analogfunk, Einzelfunkgeräte und zusätzlich ein normales Telefon. Hinter Hochschränken finden ein Telefaxgerät, Drucker und Akten Platz. Auf zwei großen Bildschirmen können sich die Feuerwehrleute zudem mittels W-Lan ins weltweite Internet einklinken.

Auch ein Besprechungsraum 

Zwischen Fahrerkabine und Funkzentrale steht ein Besprechungsraum zur Verfügung, abgetrennt durch eine Zwischenwand, damit sich Funker und Einsatzleiter nicht in die Quere kommen. Alle Wände seien magnetisch, damit man dort Schriftstücke oder Grafiken befestigen könne, sagt Gruppenführer Jörg Buhlmann.

Eine praktische Durchreiche ermöglicht die Weitergabe von Akten und Schriftstücken zwischen Besprechungs- und Funkraum.

Besprechungsraum: Jörg Buhlmann kann auch dort die Informationen zur Lage auf einem großen Bildschirm sichtbar machen.

Hinter der Hecktür des Einsatzleitwagens verbergen sich Messtechnik und Zubehör für alle denkbaren Einsatzlagen: Dazu gehören unter anderem ein Wasserprobenset, ein Strahlenmess- und ein Gasmessgerät, Kontaminationsschutzanzüge, Maskenfilter, Pressluftatmer und ein Stromerzeuger.

Eigentlich wollte die Stadt solch ein Fahrzeug schon 2008 anschaffen. Wegen der Einführung des Digitalfunks wurde das Projekt aber verschoben.

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