HNA-Gespräch

Neuer Werkleiter bei VW: Mehr als sechs Schließtage gibt es nicht

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Thorsten Jablonski

Baunatal. Seit Anfang Januar ist Thorsten Jablonski neuer Werkleiter im VW-Werk Kassel in Baunatal. Zuvor war er Chef des Volkswagen-Standortes in Braunschweig. 

Am Dienstag stellte sich der 46-Jährige den Fragen der HNA. Unter anderem ging es um die Folgen des Abgasskandals auf den nordhessischen Standort. Nachdem es bereits Schließtage um Weihnachten herum gab, sind die nächsten beiden um Ostern angesetzt. "Mehr als sechs wird es aber insgesamt in diesem Jahr nicht geben", sagte Jablonski.

Mit großen Einbußen im Bereich der Getriebeproduktion rechnet der neue Mann an der Spitze nicht. Weiterhin gehe er von der Marke von 3,8 Millionen gefertigten Getrieben in diesem Jahr aus. Bei einigen Getriebevarianten komme man in der Produktion kaum nach, andere müsse man hingegen vorübergehend einlagern, bis sie benötigt werden.

Ausbauen will Jablonski den Bereich der Elektromotoren-Produktion in Baunatal. "Wenn die Autos bald eine größere Reichweite haben werden, dann werden auch mehr davon verkauft", sagte der Werkleiter. Zwar werde Baunatal nicht mehr der einzige Standort für die Fertigung der E-Antriebe bleiben, aber man werde weiter Leitwerk für diese Technik sein.

Jablonski wohnt derzeit noch in einem Kasseler Hotel. Zum 1. März hat er eine Wohnung nahe der Kasseler Innenstadt. "Mein Herz schlägt für den Fußball", sagt der bekennende Fan von Eintracht Braunschweig.

Thorsten Jablonski ist Nachfolger von Falko Rudolph (50), der vom VW-Vorstand in Zusammenhang mit den Manipulationen um Abgasanlagen im Herbst beurlaubt worden war.

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