Neues Baugebiet mitten in Großenritte: Acht Plätze sind schon weg

Weitere Bauplätze: Schon in der Nachbarschaft ist jüngst ein neues Baugebiet entstanden, das Bild zeigt Erschließungsarbeiten Am Ried in Großenritte. Jetzt soll es bald an der Moltkestraße losgehen. Foto: Kühling

Baunatal. Acht neue Bauplätze sollen demnächst an der Moltkestraße im Baunataler Stadtteil Großenritte entstehen. Das beschloss das Stadtparlament am Montag in seiner Sitzung mit großer Mehrheit.

Das Besondere ist: Die Entwicklung der Baufläche steht auf privaten Füßen. Investor ist die Großenritter Familie von Bernd Siebert.

Wer als Bauinteressent allerdings noch auf einen Platz hofft, der kommt zu spät. „Die Flächen sind alle weg“, sagt Sohn Björn Siebert auf Anfrage der HNA. Rund 4000 Quadratmeter Gelände standen zur Verfügung. 90 Euro, so erläutert der Großenritter, habe der Quadratmeter gekostet. Im Herbst will der Investor mit den Erschließungsarbeiten beginnen. Voraussetzung sei natürlich, dass die Stadt mit der Bauleitplanung weiter komme, so Siebert. Gebaut werden schließlich Ein- und Zweifamilienhäuser. Das Interesse an neuen Bauplätzen in der VW-Stadt scheint demnach ungebrochen.

Obwohl es sich um ein privates Vorhaben handelt, drückt auch das Rathaus bei der Planung des Geländes aufs Tempo. Die Bauleitplanung läuft nämlich in einem so genannten beschleunigten Verfahren ab. Das Baugesetzbuch ermöglicht dies bei Bebauungsplänen der Innenentwicklung. Und das trifft auf diese Fläche zu, sie liegt eingebettet zwischen Moltkestraße, Raiffeisenstraße, Schauenburger Straße und Bismarckstraße. Bisher wird das Gelände der Familie Siebert landwirtschaftlich genutzt.

Wie in der VW-Stadt in den meisten Baugebieten üblich, soll auch in Areal an der Moltkestraße ein hoher Umweltstandard gelten. Die Häuser sollen letztendlich 15 Prozent bessere Energiewerte als die gesetzlichen Vorgaben aufweisen. Die Grünen im Stadtparlament wollten diese Vorgaben mit einem Antrag sogar noch verschärfen. Die Bauherrn sollten dazu verpflichtet werden nach dem Standard für ein „Kfw Effizienzhaus 55“ zu bauen. Doch der Vorstoß der Grünen wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt. Grundsätzlich lobten Sprecher der Fraktionen, dass mit dem Projekt die Wohnbebauung in Großenritte weiter verdichtet werde.

Der Baunataler Stadtteil ist bei Bauinteressenten jedenfalls beliebt: Die Flächen am benachbarten Ried, die die Raiffeisenbank entwickelt hat, sind alle vergeben. Ähnlich ist die Lage im städtischen Areal „Weißes Feld“.

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