Nordhoff-Straße in Baunatal ab 2017 Baustelle

Großes Interesse beim Ortstermin: Etwa 30 Anlieger informierten sich über die Pläne. Apothekerin Alexandra Lorenz (Mitte) wollte wissen, wie die Geschäfte während der Bauzeit erreichbar sein werden. Fotos: Dilling

Baunatal. Umbau der Friedrich-Ebert-Allee, Umbau der Kirchbaunaer Straße und ein neu gestalteter Zugang zur City: Die Baunataler haben in den vergangenen drei Jahren gelernt, mit Baustellen zu leben.

Doch dieses Jahr wird es für die City-Bewohner eine Atempause geben: Der Umbau der Heinrich-Nordhoff-Straße - weitere Etappe bei der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur - wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2017 beginnen und soll dann bis Jahresende abgeschlossen werden.

Voraussetzung sei allerdings, dass das Land Zuschüsse bewillige, sagte Bürgermeister Manfred Schaub jetzt bei einer ersten Informationsrunde für Anlieger am Hotel Scirocco. Und das „grüne Licht“ aus Wiesbaden sollte spätestens bis November 2016 kommen, damit der Zeitplan eingehalten werden kann.

Die Bauabteilung veranschlagt die Kosten für den Umbau der Straße sowie die Erneuerung der Geh- und Radwege mit 1,2 Millionen Euro. Darin seien noch nicht die Kosten für die Erneuerung der Wasserleitung und die Erweiterung des Fernwärmenetzes von der Altenritter Straße in Richtung Kirchbaunaer Straße enthalten, sagte Horst Brixel von der Stadt. Das Rathaus hofft auf eine Förderung aus Wiesbaden für den Straßenbau von bis zu 55 Prozent.

Unabhängig davon soll schon dieses Jahr der Kampfmittelräumdienst das Gelände absuchen. Da habe man keine Wahl, sagte Schaub. Laut RP Darmstadt stehe die Nordhoff-Straße in Verdacht, dass dort Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten.

Wie schon auf der Friedrich-Ebert-Allee und der Kirchbaunaer Straße geschehen, soll die Heinrich-Nordhoff-Straße zwischen Scirocco-Kreisel und Bauna-Brücke auf jeweils eine Fahrspur zurückgebaut werden und einen Mehrzweckstreifen in der Mitte erhalten, der Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn erleichtert. Auf der dem „Erlenbach“ zugewandten Straßenseite würden zusätzliche Parkplätze geschaffen, sagte Brixel auf Anfrage. Wie viele, stehe noch nicht fest.

Während des Infotermins gab es keine Einwände gegen die Planung der Stadt. Das mag auch daran liegen, das alle Bäume entlang der Straße erhalten bleiben sollen und das gleiche, bewährte Design von Betonsteinplatten wie an der Kirchbaunaer Straße verlegt werden soll. Apothekerin Alexandra Lorenz wollte allerdings wissen, wie die Erreichbarkeit der Geschäfte entlang der Nordhoff-Straße während der Bauarbeiten sichergestellt wird.

Dazu gab es keine klare Auskunft. Man arbeite daran, sagte Brixel. In der Diskussion ist wohl auch, eine Zufahrt über den Bingeweg zu ermöglichen. Zusätzliche Kosten für eine Erreichbarkeit dürften aber nicht zulasten der Stadt gehen, erklärte er.

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