Personalchef im VW-Werk: Weiter 219 Ausbildungsplätze in Baunatal

Junge Truppe: 112 Auszubildende wurden im VW-Werk auf feste Stellen übernommen. Die Besten (vorn kniend) wurden von Personalchef Dr. Michael Ritter (rechts vorn), Ausbildungsleiter Hermann Hartig (links daneben) und Betriebsrat Bilal Sahin (links vorn) besonders ausgezeichnet. Foto: Kühling

Baunatal. Das VW-Werk Kassel in Baunatal wird - trotz VW-Abgaskrise - auch in den kommenden Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau ausbilden. Das machte Personalchef Dr. Michael Ritter bei einer Feier für 112 Auslerner im Kundencenter des Werks deutlich.

219 junge Frauen und Männer werden „in den nächsten Jahren“ an dem nordhessischen Standort immer im Sommer in das Berufsleben starten.

„Wir werden auf jeden Fall weiter auszubilden“, sagte Ritter mit Nachdruck. Es bleibe bei der im Tarifvertrag vereinbarten Quote für die deutschen VW-Werke von 1450 Ausbildungsplätzen. Mit 219 Azubis sei Baunatal sogar etwas besser bedacht, als rein rechnerisch vorgegeben.

„Wir sind in einer schwierigen Phase“, räumte Ritter vor den Auszubildenden und deren Familien ein. Insgesamt warb er aber für einen positiven Blick auf das Baunataler VW-Werk. „Wir haben am Standort Kassel ganz hervorragende Zukunftschancen.“

Ritter nannte beispielhaft drei Bereiche, die zu einer positiven Entwicklung beitragen werden. An erster Stelle stehe die Elektromobilität. Damit habe das Baunataler Werk bereits ein Zukunftsthema selbst besetzt. Aber auch der Abgasanlagenfertigung und dem Vertrieb Original Teile bescheinigte der Personalchef gutes Entwicklungspotenzial.

Auch auf die Situation der rund 1000 Leiharbeiter am Standort ging der Personalchef ein. Die Verträge von rund 950 Zeitarbeitern waren Anfang 2016 über Juni hinaus bis zum Endes des Jahres verlängert worden. Ritter sorgte für einen Hoffnungsschimmer für die Frauen und Männer, deren Jobs aufgrund der Folgen des Abgasskandals als Erstes gefährdet wären. „Wir werden dafür kämpfen, dass wir die weiter beschäftigen.“ Es müsse bei allen weiteren Bemühungen darum gehen, „neue Beschäftigung an den Standort zu bekommen“.

Äußerst zufrieden mit den Leistungen der Auszubildenden bei VW zeigte sich Akademie-Leiter Hermann Hartig. Die Prüfungsergebnisse der 112 Absolventen lägen im Durchschnitt bei 80,2 Prozent, sagte er. Alle seien von dem Standort in eine feste Beschäftigung übernommen worden.

Für die künftigen Jahrgänge wünscht sich der Autokonzern mehr Frauen. Unter den 112 Auslernern seien 27 Frauen gewesen. Bei den Bewerbern für 2016 liegt der Anteil aktuell bei 30 Prozent. Hartig: „Ziel des Personalvorstandes ist, dass noch mehr Frauen kommen.“

Das Portal für eine Bewerbung bei VW öffnet am 1. Juli.

www.vw-azubi.de

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