Peter Cloos leitet den Musikzug Großenritte seit zehn Jahren

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Sonderanfertigung: Peter Cloos mit seinem Waldhorn, einem Doppelhorn. 

Baunatal. „Er ist ein Glücksfall für uns", sagt Reiner Heine, Abteilungsleiter des Musikzugs des Großenritter Sportvereins Eintracht Baunatal (GSV), über Peter Cloos. 

Der 53-Jährige leitet bereits seit zehn Jahren den Musikzug Großenritte.

Peter Cloos stammt aus Laubach in Oberhessen. Der studierte Orchestermusiker ist Berufsmusiker, Oberstabsfeldwebel und Musikzugführer des Heeresmusikkorps Kassel. Seit seinem neunten Lebensjahr spielt er Trompete. „Mit 13 Jahren gewann ich den Wettbewerb Jugend musiziert“, berichtet er. Vor dem Abitur entdeckte Peter Cloos seine Leidenschaft für das Waldhornspielen.

Als Wehrpflichtiger wurde Peter Cloos bereits beim Musikkorps in Koblenz eingesetzt, später ging er als Berufssoldat und Berufsmusiker nach Gießen, 1988 kam er nach Kassel. Doch ein Motorradunfall mit schweren Verletzungen änderte schlagartig sein Leben. Nach drei Monaten kam er langsam wieder auf die Beine, doch sein linker Arm war gelähmt.

Wenn Peter Cloos dirigiert, sieht man ihm nicht an, dass ihm 70 Prozent der Funktionen des linken Arms und der Hand auch weiterhin fehlen. Mehrere komplizierte Operationen und bis heute eisern durchgehaltene Physiotherapien retteten seine berufliche Karriere und ermöglichten ihm, sein liebstes Hobby, das Musizieren, weiterhin auszuüben.

„Peter Steidle konstruierte ein Doppelhorn, das ich mit der rechten Hand spielen kann.“

Dass er wieder exzellent Waldhorn spielen kann, verdankt Peter Cloos auch seinem Hornlehrer Peter Steidle (77). „Er konstruierte ein Doppelhorn, das ich mit der rechten Hand spielen kann“, sagt er.

Die Zusammenarbeit mit dem Musikzug Großenritte wurde 2002 auf einer Konzertreise nach Jaroslawl in Russland intensiver. Peter Cloos trat dort als Solist auf und verliebte sich in eine GSV-Musikerin, die er in zweiter Ehe heiratete. „Ich habe zwei Töchter aus erster Ehe sowie einen Stiefsohn und einen fünfjährigen Sohn mit meiner zweiten Frau Simone“, berichtet er.

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