Untersuchungen werden fortgesetzt

K+S plant keine Sondierungsbohrungen in Baunatal

Baunatal.Der Konzern K+S setzt Untersuchungen an der Trasse der geplanten Salzpipeline fort. Sondierungsbohrungen soll es aber in Baunatal vorerst nicht geben.

Der Salzproduzent K + S hat nach der Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens weitere vorbereitende Untersuchungen für die geplante Salzabwasserleitung von der Werra bis an die Oberweser angekündigt.

Zwischen der Werra und der Stadt Baunatal sind neben Vermessungen und Kartierungen auch Sondierungsbohrungen für die sogenannte Oberweserpipeline vorgesehen. Das hat der Konzern den Gemeinden entlang der geplanten Trasse mitgeteilt.

In Baunatal selbst sind laut der Ersten Stadträtin Silke Engler (SPD) durch den Konzern derzeit keine Bohrungen angekündigt worden. „K + S hat uns mitgeteilt, dass es Begehungen entlang der geplanten Strecke auf öffentlichen Plätzen geben wird“, sagt Engler der HNA.

Das Unternehmen wolle so überprüfen, ob Bebauung oder Bewuchs dem Verlauf der Trasse im Wege stehen könnte. Zudem solle geprüft werden, ob die Salzpipeline entlang einer bestehenden Trasse von Wingas verlaufen könne.

Auch beim Regierungspräsidium Kassel sind derzeit keine Bohrvorhaben in Baunatal bekannt. „K + S führt diese Untersuchungen in Eigenregie durch“, sagt Harald Merz, Sprecher des Regierungspräsidiums. Diese stünden aber in keinem Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren, sondern seien eine vorbereitende Maßnahme für eine mögliche Umsetzung des Bauvorhabens.

Der Antrag auf Genehmigung des Pipeline-Baus werde derzeit noch durch K + S überarbeitet. Die Konferenz von Ministern der Weseranrainerländer im März habe neue Aspekte erbracht, die nun ergänzt würden. Wegen der Konferenz war das Raumordnungsverfahren zeitweise ausgesetzt worden, da hier auch über Maßnahmen zur Entsalzung der Flüsse diskutiert worden war. Im Verlauf der Woche will das Regierungspräsidium weitere Details zur Überarbeitung des Antrages bekannt geben.

Ob K + S in den nächsten Monaten weitere Untersuchungen wie Sondierungsbohrungen in Baunatal plant, ist derzeit nicht bekannt. Das Unternehmen antwortete bis zum Redaktionsschluss nicht auf eine entsprechende Anfrage der HNA.

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