Stadt für Netto-Markt am Ortsrand von Rengershausen

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Blick aus der Luft: Auf dem Grundstück gegenüber der Tankstelle soll ein Supermarkt der Kette Netto gebaut werden. Die Autobahn 49 und das VW-Werk sind nicht weit entfernt.

Baunatal. Auf einem Gelände gegenüber der Westfalen-Tankstelle bei Rengershausen soll demnächst ein neuer Netto-Supermarkt entstehen - das hofft der Stadtrat Baunatal.

Der Magistrat hat jüngst die Verwaltung damit beauftragt, weitere Verhandlungen mit dem möglichen Investor, der Recona Holding GmbH mit Sitz in Berlin, zu führen. 800 Quadratmeter Verkaufsfläche soll der neue Laden unweit der Autobahn 49 und des VW-Werks haben.

Ende 2014 hatte der letzte Lebensmittelmarkt in Rengershausen seine Pforten geschlossen. Der Betreiber des Edeka-Marktes an der Guntershäuser Straße sah keine Chance mehr für einen wirtschaftlichen Betrieb in dem Baunataler Stadtteil. Seither wurde in dem Ort nach Lösungen für ein neues Nahversorgungsangebot gesucht. Viele Bürger äußerten etwa auf einer Bürgerversammlung den Wunsch nach einem neuen Markt.

Laut Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) ist das Vorhaben allerdings noch nicht gesichert. Er habe immer wieder betont, dass die Entscheidung zum Bau eines Einkaufsmarktes letztendlich der Investor treffe. „Wir können nur darauf hinarbeiten.“

Hoffnung auf Netto-Supermarkt in Rengershausen: Die Stadt hofft auf den Investor Recona Holding GmbH

Die Recona Holding GmbH hüllt sich jedenfalls noch in Schweigen. Trotz mehrfacher Anfrage der HNA gab es keine Reaktion aus Berlin.

Eine Alternative zu dem Standort am Ortsrand habe sich nicht ergeben, erläutert Schaub. Die Varianten habe die Stadt intensiv geprüft. Die ursprünglichen Pläne eines Supermarktes in der Ortsmitte seien aus Platzgründen nicht realisierbar gewesen, „ohne gleichzeitig die Belastungen durch Autoverkehr zu erhöhen“.

Kosten kommen auf die Stadt laut Bürgermeister aufgrund des Supermarkt-Projektes nicht zu. Der Investor müsse sich um die Erschließung kümmern, sagt Schaub. „Als Stadt wird uns das nichts kosten.“ Grünes Licht für das Vorhaben hat laut Baunataler Rathaus bereits der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) gegeben.

Unter anderem legte der ZRK fest, dass die Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern nicht überschritten wird. Außerdem müsse die Parkplatzsituation „sauber gelöst“ werden.

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