Folgen des Abgasskandals

430 Stellen bei VW in Baunatal sind in Gefahr

Baunatal. Aufgrund der Folgen des Abgasskandals bei VW sind jetzt auch Stellen in der Verwaltung des VW-Werk Kassel in Baunatal bedroht.

Aus Konzernkreisen wurde laut Deutscher Presse-Agentur am Donnerstagnachmittag bekannt, dass bei der Marke Volkswagen bis Ende 2017 jede zehnte Büro-Stelle gestrichen werden soll. Der Abbau von gut 3000 Jobs solle über Nichtbesetzung frei gewordener Stellen erfolgen.

Aktualisiert um 17.50 Uhr

Im Baunataler Werk arbeiten 1800 Angestellte in der Werkorganisation, im Vertrieb Originalteile (VO) sind es nochmal 500. Hinzu kommen rund 2000 so genannte indirekt Beschäftigte (Qualitätssicherung, Facharbeiter, Logistiker und Ausbilder). Legt man die Gesamtzahl von 4300 zugrunde, wären also in Baunatal 430 Jobs in Gefahr.

Während der jüngsten Betriebsversammlung in Wolfsburg attackierte Gesamtbetriebsrat Bernd Osterloh VW-Marken-Vorstand Herbert Diess bezüglich dieser Sparabsichten. Osterloh warf dem Manager unter anderem „Gutsherrenart“ vor.

Die Kritik untermauert Carsten Bätzold, Betriebsratschef im Baunataler Werk, im Gespräch mit der HNA. „Der Vorstand mit Herrn Diess an der Spitze kommuniziert nicht“, so Bätzold. Es werde in der Chefetage nicht verstanden, die Mannschaft mitzunehmen. Änderungen in der Verwaltung stehe man offen gegenüber, man brauche aber das Personal.

Rubriklistenbild: © dpa

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