VW-Fotogruppe drückt seit dem Jahr 2008 auf den Auslöser

Kugel unter Beschuss: Weihnachten ist vorbei, Silvester kann kommen. Thomas Martin von der Fotogruppe aus dem Baunataler VW-Werk gelang dieses Bild. Ein Sektkorken zerschießt eine Weihnachtsbaumkugel. Foto: Martin/nh

Baunatal. Die Mitglieder der Fotogruppe des VW-Werks fotografieren leidenschaftlich gerne. Seit Gründung der Gruppe im Jahr 2008 sind Tausende Bilder entstanden.

Eines vorweg: Obwohl sie alle bei Volkswagen in Baunatal arbeiten, sie haben keineswegs die Kamera immer nur auf Autos gerichtet. „Es waren nie die Autos. Es ist die Natur“, sagt Frank Schiewack für sich und die Mitglieder der Fotogruppe des VW-Werks. Diese besteht seit 2008. Tausende Bilder sind seit dieser Zeit entstanden - beispielsweise mit Motiven aus dem Alltag des VW-Werks, aus der Stadt Kassel und Umgebung, aus dem Bergpark Wilhelmshöhe und von vielen Veranstaltungen in der Region.

Die Mitglieder der Fotogruppe wollen sich nicht auf bestimmte Motive festlegen lassen. „Wir fotografieren alles, was uns vor die Linse kommt“, sagt Marcel Rudolph. Unter anderem gestalten die aktuell sieben Mitglieder der Gruppe schon zum dritten Mal den Foto-Kalender des Lionsclub Kassel-Herkules. Das Thema für 2016 lautete: Lieblingsplätze - Die schönsten Orte Kassels.  

Ab und zu locken dann doch die Autos - insbesondere glänzende Oldies aus der Automobilgeschichte: Für das Herkules-Rennen im Bergpark Wilhelmshöhe sei die Gruppe schon offiziell aktiv gewesen, erläutert Frank Schiewack. „Und auch die Bugatti-Ausstellung in der documenta-Halle haben wir fotografiert.“ Manchmal gibt es auch Aufträge aus dem VW-Werk, beispielsweise für die Pressestelle und die hauseigene Zeitschrift „Pro Kassel“.

Die Arbeitszeit ist dafür allerdings tabu. „Wir treffen uns nur in unserer Freizeit“, sagen die Mitstreiter.

In Spitzenzeiten verzeichnete die Fotogruppe bis zu zwölf Mitglieder. Übrig geblieben ist nun der harte Kern um Frank Schiewack, der im Werk Kassel in der Qualitätssicherung arbeitet. Die Gruppe sei aber immer offen für Neue, betonen die Foto-Experten.

Regelmäßige Treffen gibt es nicht mehr. „Früher sind wir samstags immer zusammen losgezogen“, erinnert sich Uwe Jähnig. „Aber heute schaffen wir das zeitlich nicht mehr.“

Das hat aber dem Spaß an der Fotografie nicht geschadet. Alle sind mit Begeisterung dabei. Nur privat müsse man sich manchmal zügeln, betonen die Männer mit einem Augenzwinkern. „Wer fotografieren geht, braucht Zeit“, erläutert Thomas Martin. „Wenn ich mit meiner Frau spazieren gehe, lasse ich die Kamera besser zu Hause. Sonst brauchen wir für ein paar Meter anderthalb Stunden.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.