Stammpersonal soll zwei Stunden länger arbeiten

900 Leiharbeiter im VW-Werk Kassel in Baunatal dürfen bleiben

Kassel/Baunatal. 900 Leiharbeiter im VW-Werk Kassel in Baunatal können vorerst aufatmen: Sie erhalten eine befristete Verlängerung ihrer Verträge. Das gaben Werksmanagement und Betriebsrat am Donnerstag bekannt. Anlass für die positive Entwicklung ist die gute Auftragslage am Standort.

400 Frauen und Männer, deren Leiharbeitsverträge Ende 2016 oder Anfang 2017 auslaufen, erhalten ein Angebot für einen Zweijahresvertrag unter den Bedingungen des VW-Haustarifs. Und für 500 Leiharbeiter, die die Obergrenze von 36 Monaten noch nicht erreicht haben, ist zumindest eine Verlängerung der Zeitarbeitsverträge bei der Firma Auto Vision vorgesehen.

Das Werk sticht durch die Entscheidung aus dem vom Diesel-Skandal gebeutelten Konzern heraus. Immerhin waren in anderen Fabriken – etwa im Werk Hannover und an den sächsischen Standorten – aufgrund des vom Vorstand verordneten Effizienzprogramms hunderte Leiharbeiter entlassen worden.

Für die Stammbelegschaft in Baunatal erhöht sich indes die Arbeitszeit: „Um den darüber hinausgehenden Personalbedarf zu decken, wurde in großen Teilen der Fertigung die Sollarbeitszeit um zwei Stunden auf 37 Stunden pro Woche erhöht“, heißt es in einer Mitteilung von Personalchef Dr. Michael Ritter und Betriebsratschef Carsten Bätzold.

Rubriklistenbild: © dpa

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