Insgesamt beschäftigt das Werk noch 930 Zeitarbeiter

Betriebsversammlung in Baunatal: 526 VW-Leiharbeiter erhalten Verlängerung

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6000 Arbeiter kamen zur Betriebsversammlung des VW-Werks Kassel in Baunatal.

Baunatal. Die gute Nachricht zuerst: Aufgrund der stabilen Auslastung des VW-Werkes Kassel in Baunatal werden 526 Zeitarbeitsverträge, die Ende September enden würden, um sechs Monate verlängert.

Dies sagte Carsten Bätzold, Betriebsratschef des Standortes, am Dienstag in der Betriebsversammlung. Rund 6000 der insgesamt 17.000 Beschäftigten haben daran teilgenommen.

Für 404 weitere Zeitarbeiter fordert Bätzold eine Verlängerung der Verträge, die zum Jahresende auslaufen würden. 160 von ihnen würden dann über 36 Monate im Werk arbeiten. Für sie setzt Bätzold auf eine Übernahme in die Stammbelegschaft. Insgesamt beschäftigt das Werk noch 930 Zeitarbeiter.

Ob dies gelingen wird, ist offen. Denn der Volkswagen-Konzern muss aufgrund des Abgasskandals sparen und hat den Standorten mehr Effizienz verordnet. Deshalb gibt Werkleiter Thorsten Jablonski zu bedenken, dass zwar die Auslastung des Werkes gut sei – täglich werden gut 16.000 Getriebe gefertigt und die Stückzahl von 3,8 Millionen Getriebe zum Jahresende soll ebenfalls erreicht werden.

Aber mit Blick auf die kommenden Jahre, in denen sich Volkswagen neu aufstellen wird, ist die Lage unklar. Aktuell bewirbt sich der Standort um den Auftrag, die E-Mobilität für Europa zu fertigen.

„Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie sich bis 2020 oder 2022 der Wandel vom Getriebebau hin zur E-Mobilität auf den Personalbestand im Werk auswirken wird“, sagte Jablonski. Hätte man dann rein rechnerisch zu viel Personal an Bord, müsste man bei der Stammbelegschaft Abstriche machen.

Bis Herbst sollen diese Fragen geklärt sein. Der Wolfsburger Konzern arbeite an individuellen Zukunftspaketen für die jeweiligen Standorte. Jablonski: „Die Werke sind zu verschieden.“

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