Wegen der kalten Witterung: Engpass auf der A49 bei Baunatal kommt später

Wird demnächst abgerissen: Die Brücke der A 49 in Höhe der Knallhütte. Zunächst kommt die Hälfte mit der Fahrtrichtung Fritzlar an die Reihe. Aufgrund der geänderten Verkehrsführung könnte es zu Staus auf der Autobahn kommen. Foto: Kühling

Baunatal. Der Aufbau einer Baustelle auf der Autobahn 49 im Bereich von zwei maroden Brücken bei Rengershausen verzögert sich.

Wegen der kalten Witterung können die Firmen nicht mit den Markierungsarbeiten beginnen. Damit stehen Autofahrern bei Baunatal-Nord zunächst weiterhin zwei Fahrstreifen in beiden Richtungen zur Verfügung.

Erwartet worden waren in diesen Tagen die ersten Staus in dem Baustellenabschnitt. Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil hatte teilweise eine einspurige Verkehrsführung angekündigt. Der Brückenabriss, der sich über zwei Jahre hinziehen soll, ist besonders knifflig, weil viele Verkehrsteilnehmer die Abfahrt in Richtung VW-Werk nutzen. Dort arbeiten immerhin 17.000 Menschen.

„Aufgrund der Witterung ist es derzeit nicht möglich, die Markierung aufzubringen“, erläutert Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus. Unter anderem sollten die Fahrbahnen auf einer Länge von 300 Metern auf ein einheitliches Höhenniveau gebracht werden, um Überfahrten über den Mittelstreifen zu ermöglichen. Phasenweise war eine einspurige Verkehrsführung in Richtung Kassel geplant.

Der eigentliche Brückenabriss soll im April beginnen. Wann die Markierung endlich aufgetragen wird, könne er noch nicht sagen, so Sinemus. Eine Verzögerung im Zeitplan des Brückenabrisses und des anschließenden Neubaus werde die jetzige Verzögerung nicht zur Folge haben.

Und das ist grundsätzlich auf der A49 geplant: In einer Bauzeit von zwei Jahren sollen die Überfahrten über die Landesstraße in Richtung VW-Werk sowie den Fasanenweg ins Gewerbegebiet Buchenloh erneuert werden. Ab April soll der Verkehr auf der Autobahn dann nur noch über die Brückenhälften in Fahrtrichtung Kassel rollen.

Die anderen Seiten der Stahlbetonkonstruktionen werden abgerissen. Die Brücken stammen aus den 60er-Jahren. Die Kosten für den Neubau gibt Hessen Mobil mit 6,9 Millionen Euro an.

Bei Routinetests war festgestellt worden, dass das 50 Jahre alte Material brüchig ist. Stahlbeton neige dazu, plötzlich zu brechen, so Hessen-Mobil-Sprecher Sinemus. Deshalb bauten die Behörden vorsorglich 100 Tonnen schwere Notstützen aus Stahl ein.

Immer wieder müssen die Planer während der jetzigen Bauphase die Verkehrsführung im Bereich der Auf- und Abfahrten ändern. Zeitweise soll die Abfahrt aus Richtung Kassel zum VW-Werk gesperrt werden. Die Autofahrer müssen während dieser Zeit über die Ausfahrt Rengershausen rollen.

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