Zimmermeister Heinz Hellmuth aus Großenritte feiert heute seinen 80. Geburtstag

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Die Arbeit hält ihn jung: Heinz Hellmuth ist auch heute noch jeden Tag in seiner Großenritter Firma.

Baunatal. Wenn Heinz Hellmuth von seinem Beruf erzählt, tut er das mit einer solchen Begeisterung, dass man ihm stundenlang zuhören könnte.

„Man kann so etwas nicht mit halbem Herzen machen, und ich habe meine Tätigkeit immer geliebt“, sagt der Seniorchef des Großenritter Unternehmens Holzbau Hellmuth, der heute seinen 80. Geburtstag feiert.

Schon früh - mit gerade einmal 24 Jahren - übernahm Heinz Hellmuth die elterliche Zimmerei. „Mir wäre nie in den Sinn gekommen, etwas anderes zu machen“, erzählt er. Bis zu 80 Stunden habe er gearbeitet, und das nicht nur in der eigenen Firma. Ehrenamtlich engagierte sich Heinz Hellmuth vielfältig für seine Zunft.

Von 1984 bis 2002 war er Vorsitzender des Verbands Hessischer Zimmermeister mit Sitz in Kassel sowie stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Zimmermeister (BDZ). In dieser Zeit war er maßgeblich am Bau des Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel-Waldau beteiligt.

Überhaupt widmete Hellmuth einen Großteil seiner Zeit der Aus- und Weiterbildung, begleitete die Nachwuchszimmerer zu Bundes- und Weltmeisterschaften. Als Vorsitzender der Bewertungsausschüsse für die Zimmerer-Leistungswettbewerbe reiste er dafür um die ganze Welt, der europäische Berufswettbewerb entstand sogar auf seine Initiative hin.

„Im internationalen Vergleich erwies sich allerdings die traditionelle, deutsche Holzbau-Methode als nicht mehr zeitgemäß“, erzählt der Zimmermeister. Deshalb setzte er sich erfolgreich dafür ein, dass eine effektivere Technik Einzug in die Ausbildung hielt. Mit Erfolg: Bei Wettbewerben mischen die deutschen Zimmerer seitdem ganz vorn mit.

Bundesverdienstkreuz 

Die Liste der Auszeichnungen, die der Großenritter für sein Engagement erhalten hat, ist lang. Die goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Zimmermeister (BDZ) wurde ihm ebenso verliehen wie das Bundesverdienstkreuz und die goldene Ehrenmedaille der Europäischen Vereinigung des Holzbaus (EVH).

Den Ruhestand gemütlich zu Hause verbringen: Das ist nichts für Heinz Hellmuth. Auch heute noch ist er jeden Tag in der Firma, die inzwischen von seinem Sohn Peter geführt wird. „Die Arbeit hält mich jung“, sagt der Jubilar.

Hin und wieder gönnt er sich aber dann doch eine kleine Auszeit. Mit seiner Frau Hildegard reist er gern zu Kuraufenthalten nach Italien.

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