Produktion im Stammwerk gestoppt

Zulieferstreit: VW-Händler rechnen mit Verzögerungen

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Die Golf-Produktion ist gestoppt: Händler in der Region rechnen mit Verzögerungen bei der Auslieferung frühestens ab Ende der Woche.

Kreis Kassel. Der Streit zwischen dem Volkswagen-Konzern und zwei Zulieferfirmen aus Sachsen wirkt sich auch auf die VW-Händler in der Region aus.

Kunden, die einen Neuwagen bestellt haben, müssen möglicherweise mit Verzögerungen bei der Auslieferung rechnen. Schließlich ist aufgrund der Lieferengpässe die Produktion des Golf im Stammwerk Wolfsburg für eine Woche gestoppt.

Mit Verschiebungen rechnet beispielsweise Matthias Welter, Geschäftsführer im Kasseler Autohaus Glinicke. Er gehe davon aus, sagt Welter, dass einzelne Kunden eine andere Lieferzeit bekommen. „Im Moment merken wir noch nichts. Ich denke, dass das frühestens Ende der Woche zu spüren sein wird.“ Der Glinicke-Geschäftsführer berichtet jedenfalls davon, dass Volkswagen die Händler schon per Schreiben auf die mögliche Lieferverzögerung aufmerksam gemacht hat.

Ähnlich beschreibt auch Hans-Norbert Alt, Marketingleiter im Autohaus Klein in Fuldatal, die Situation. „Aktuell gibt es für unsere Kunden keine Lieferengpässe“, sagt Alt. Sollten sich aber Verzögerungen ergeben, dann wolle man die betroffenen Kunden auf jeden Fall mobil halten. Gleiches sagt Glinicke-Geschäftsführer Welter seinen Kunden zu.

In den Autohäusern schaute man gestern auch auf die Gespräche zwischen Volkswagen und der Prevent-Gruppe. „Es wird spannend. Wir hoffen auf eine Einigung“, sagte Hans-Norbert Alt am Montag.

Zwei Firmen von Prevent hatten die Sendungen von Sitzbezügen für die Passat-Produktion in Emden sowie von Gussteilen für die Getriebeproduktion im VW-Werk Kassel in Baunatal eingestellt. Die Produktion des Golf in Wolfsburg soll nach Angaben des Konzerns bis zum 27. August unterbrochen werden. In Zwickau ruht die Fertigung von Golf und Passat bis zum 26. August, die Passat-Produktion in Emden ist bis zum Mittwoch ausgesetzt.

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