Baunataler bei der neuen RTL-Sendung „Ninja Warrior Germany“ dabei

Hat sich in der ersten Runde gegen 7000 andere Kandidaten durchgesetzt: Melissa Wenk aus Baunatal macht bei der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ mit. Die neue Sendung ist eine Mischung aus militärischem Fitnessparcours und der Kult-Serie „Takeshi’s Castle“. Fotos: RTL / Stefan Gregorowius

Baunatal. Bei der neuen Show „Ninja Warrior Germany" geht es nicht um Kampfsportler, sondern um einen Hindernisparcours. Den wollen auch zwei Baunataler meistern: Melissa Wenk und Koray Cengiz.

Die Kandidaten der neuen RTL-Show müssen dabei springen, klettern und balancieren. Wir haben mit Wenk und Cengiz über die Vorbereitung und die Bewerbung gesprochen. Ob sie in die nächste Runde gekommen sind, durften sie allerdings nicht verraten. Serienstart ist am Samstag, 9. Juli, um 20.15 Uhr.

Kannten Sie sich vorher? 

Melissa Wenk: Nein. Koray hatte mir vor Wochen mal bei Facebook geschrieben, aber ich habe da erst nicht geantwortet. Dann aber hat er gefragt, ob ich auch bei Ninja Warrior mitmache. Daraufhin haben wir uns abends gleich mal getroffen und ausgetauscht. Wir wollten auch noch mal miteinander trainieren, aber das hat leider von der Zeit her nicht hingehauen.

Was haben Sie von der Show erwartet? 

Koray Cengiz: Ich wollte meine Grenzen austesten und sehen, wie weit ich komme. Es ging darum, einfach mal was anderes auszuprobieren.

Warum haben Sie, Frau Wenk, sich beworben? 

Wenk: Ich schaue eigentlich nie Fernsehen. Aber Anfang des Jahres kam „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Abends um 23 Uhr habe ich dann auch mal Zeit, Fernsehen zu schauen und da habe ich dann die Vorschau von Ninja Warriors gesehen.

Da hab ich gedacht: Komm, da bewirbst du dich doch mal. Dann habe ich mich irgendwann in einer Nacht, als mein Sohn dann auch geschlafen hat, an den Computer gesetzt und mich beworben. Zwei, drei Wochen später kam dann die Einladung zum Casting in Köln.

Für den Parcours muss man relativ sportlich sein. Wie haben Sie sich denn vorbereitet? 

Koray Cengiz

Wenk: Also ich bin eigentlich Friseurmeisterin und Fitnesstrainerin. Ich würde schon behaupten, dass ich relativ sportlich bin. Ich trainiere fünf bis sechs Mal die Woche. Das geht schon eher in die Leistungssportler-Schiene. Aber spezifisch auf Ninja Warrior habe ich mich nicht vorbereitet. Ich habe meinen Sport ganz normal weitergemacht. Aber hier in der Umgebung ist es mit dem Klettern und Ähnlichem auch relativ schlecht.

Cengiz: Ich ringe ja, damit habe ich erst einmal meine Kondition aufgebaut. Im Fitnessstudio habe ich dann weitergemacht. Ich war auch hier mal in der Kletterhalle. Aber natürlich hatte ich nicht so die Chance, wie zum Beispiel in Köln, wo man so etwas wie den Parcours richtig trainieren kann. Ansonsten habe ich viele Klimmzüge gemacht und bin über viele Berge gelaufen. Außerdem habe ich vorher fast 100 Kilo gewogen. Ich habe mein Gewicht auf 90 Kilo reduziert, damit ich überhaupt eine Chance bei der Sendung habe.

Sind Sie im Vorfeld aufgeregt gewesen? 

Wenk: Die Tage davor gar nicht. Da habe ich mir keine Gedanken gemacht. Als ich dann wirklich angekommen war und die Kulisse gesehen habe, habe ich schon ein bisschen Gänsehaut bekommen. Ich hab den Parcours gesehen und gedacht: Woah, wie soll ich das schaffen? Dann haben die das vorgemacht und ich habe gedacht, das sieht ja ganz einfach aus, wie die das mit links hinkriegen. Als ich dann selbst davorstand, war es aber dann doch die Hölle. Bei den anderen sieht das easy aus, aber wenn man selbst da steht, ist das anders.

Gab es dann ein besonders furcht einflößendes Hindernis?

Wenk: Es gab ein Hindernis, bei dem musste man erst auf ein Trampolin springen und dann an ein Reck. Dann muss man Schwung holen und an ein Netz springen und da durchklettern. Das Klettern empfand ich gar nicht so schwierig. Aber für so eine kleine Person wie mich - ich bin nur 1,65 Meter - ist es halt megaschwer. mit Anlauf vom Trampolin an das Reck und dann an das Netz zu springen.

Cengiz: Vor den Pilzen hatte ich echt Respekt. Da brauchst du gutes Gleichgewicht. Also das sind quasi Bosu-Bälle auf Stelzen. Da muss man über fünf Stück balancieren. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Knie-OP. Dadurch ist mein Knie instabil und ich wusste, das wird schwer.

Was würden Sie mit dem Gewinn von 100.000 Euro machen? 

Wenk: Anlegen. Also so aus dem Bauch heraus, würde ich sagen: Ich bin wunschlos glücklich, ich hab alles. Da habe ich mir im Vorfeld gar keine Gedanken gemacht und daher würde ich erst einmal anlegen. Vielleicht würde ich auch in zwei, drei Jahren ein Häuschen bauen.

Cengiz: Ein kleines Häuschen für meine Familie kaufen, für meine Mutter und Schwester. Das fände ich gut. Denn mein Papa ist gestorben und ich würde ihnen gern ein Häuschen kaufen.

Zu den Personen:

Melissa Wenk (26) lebt mit ihrem zweijährigen Sohn in Baunatal. Sie arbeitet als Friseurin und Fitnesstrainerin.

Koray Cengiz (33) ist Industriemechaniker und erfolgreicher Ölringer. Er lebt mit seiner Mutter und Schwester in Baunatal.

Zur Sendung:

Das Konzept für „Ninja Warrior“ kommt aus Japan. Deutschland wird der sechste europäische Einsatzort für den Parcours. Bevor es im Finale um 100.000 Euro geht, müssen die Kandidaten mehrere Vorrunden aus Casting und Teilparcours bestehen. Der Wettbewerb ist sportlich herausfordernd, den kompletten Parcours in der finalen Runde schafft nur ein Bruchteil der Kandidaten. In der letzten beiden Staffeln in Großbritannien gelang das keinem der Teilnehmer. Mehr Infos gibt es hier.

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