Baunatal will vielfältigere Bildungsangebote schaffen

Orientierung für Schüler: Die erste Ausbildungsmesse des KSV Baunatal war vergangenen Herbst nur eine der Aktivitäten in der Stadt, um die Berufschancen von Jugendlichen zu verbessern. Archivfoto: Dilling

Baunatal. Die Stadt ist stolz auf ihr schon vor neun Jahren erarbeitetes Konzept der sogenannten Bildungskette.

Außerdem konnten, ungeachtet des Kompetenzwirrwarrs, die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen beste Bildungschancen zu vermitteln, in ihrer kommunalen Hand gebündelt werden.

Das beginnt schon im Babyalter und setzt sich in Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen fort. Zertifizierte Elternbegleiter, Bildungsforum und Übergangsmanagement Schule-Beruf sind nur einige der Bausteine.

Doch was das Ende wirklich bringt, ob die einzelnen Bausteine überhaupt passgenau in das Baunataler Bildungsgebäude passen, hat noch keiner gemessen. Das soll sich nun ändern: Die Stadt hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen geschlossen.

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir wollen noch besser werden“, erklärte Bürgermeister Manfred Schaub bei Abschluss der Vereinbarung. Die Landesagentur bringt dabei ihr wissenschaftliches und technisches Know-how ein. Ziel sei es unter anderem, die vielfältigen Bildungsangebote der unterschiedlichen Akteure in der Stadt noch besser aufeinander abzustimmen und zu vernetzen und gemeinsame Standards zu entwickeln, sagte Felicitas von Küchler, Projektleiterin bei der Transferagentur. Der Bildungsübergang von der Schule in den Beruf sei dabei „ein neuralgischer Punkt“.

Klappt Sprung in den Beruf?

Die Agentur wolle der Stadt dabei helfen, ein Datensystem zu erarbeiten, mit dem sich messen lässt, wie erfolgreich der Sprung Baunataler Schüler ins Berufsleben ist. Beispielsweise wisse man schon, dass es allgemein einen Rückgang von Ausbildungszahlen gebe, sagt Frank Grasmeier, Koordinator der Bildungsplanung in Baunatal. Wie das für die Stadt im Einzelnen aussehe, wie hoch die Abbrecherquoten seien, wisse man dagegen nicht.

Daneben soll Baunatal nach den Worten der Projektleiterin von den Erfahrungen in anderen Kommunen profitieren, genauso wie die Volkswagenstadt als einer der „Vorreiter“ der Bildungslandschaft in Hessen anderen Kommunen Impulse geben soll. Immerhin hätten sich schon zehn der 26 hessischen Gebietskörperschaften dem Pilotprojekt angeschlossen.

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