Baunataler Kinder gestalten eigenen Stadtplan

Kennen ihre Stadt: Die Schüler der Klassen 4 a und 1 b gehören zu 1347 Baunataler Kindern, die für ihren neuen Kinderstadtplan im Sommer 2015 ihren Stadtteil erkundeten. Die ersten Exemplare übergaben die 1. Stadträtin Silke Engler, Rektorin Beate Fenner sowie Loreta Lieber, Michael Pflüger und Ina Aßmann vom Spielmobil Augustine (hinten von links). Foto: Junker

Baunatal. Quadratisch, praktisch, bunt - das ist der neue Baunataler Kinderstadtplan, der jetzt in 3. Auflage erschienen ist.

„Ein großes Dankeschön an euch und alle Kinder unserer Stadt für die super Zusammenarbeit“, sagte Stadträtin Silke Engler, als sie symbolisch für alle Baunataler Kinder die ersten Stadtpläne an die Schüler der Klassen 4 a und 1 b an der Brüder-Grimm-Grundschule in Rengershausen übergab.

Die hatten sich für die Aktualisierung des Kinderstadtplans im Sommer 2015 ganz fleißig an der Erkundung ihres Stadtteils beteiligt - wie insgesamt 1347 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in der ganzen Stadt.

Experten im Kartenlesen

„Wir bräuchten etwa 60 Klassenzimmer wie dieses hier, um all die Helfer unterzubringen“, rechnete Silke Engler den Kindern vor. Rektorin Beate Fenner berichtete, dass die Viertklässler schon kleine Experten im Kartenlesen seien, denn im Sachkundeunterricht würden sie nach Baunatal, Kassel und Hessen inzwischen auch das große Deutschland kennenlernen. Und so mussten sie auch gar nicht fragen, was eine Legende ist, als Michael Pflüger vom Spielmobil Augustine ihnen die Details des Stadtplanes erläuterte.

Der weist im Gegensatz zu den vorherigen Auflagen etliche Neuerungen auf. Nicht nur alle neuen Häuser und Straßenänderungen wurden eingearbeitet. „Jedes Haus ist als Grundriss eingezeichnet, sodass jedes Kind das Haus auf dem Plan sehen und zeigen kann, in dem es wohnt“, erklärte Pflüger.

Gemeinschaftshäuser, Schulen, Kirchen und andere wichtige Gebäude wurden als farbige Zeichnung gestaltet. Die Straßen haben je nach erlaubter Geschwindigkeit bestimmte Farben, Fußwege sind auf dem Plan rosa. Besondere Symbole zeigen den Kindern die für sie wichtigen Orte. „Auf dem neuen Plan könnt ihr gut erkennen, wo es in der Stadt Limo und Eis gibt oder wo sich gefährliche Stellen befinden, beispielsweise stark befahrene Straßen mit Gefahrenpunkten, aber auch Ampeln und Zebrastreifen“, ergänzte Engler.

Erster Plan im Jahr 2000

Deren Dank ging auch an die Erwachsenen, die sich um die Neuauflage der acht Kinderstadtteilpläne mit Übersichtsplan gekümmert haben. Grundlage des Kinderstadtplans war das Projekt „Stadtabenteuer Augustine mit den Stadtteilforschern unterwegs“. Den ersten Kinderstadtplan von Kindern für Kinder verwirklichte das Spielmobil Augustine bereits im Jahr 2000. Die 3. Auflage des Kinderstadtplans war erforderlich, weil die alten Pläne vergriffen und die Nachfrage an Kinderstadtplänen sehr groß war.

In den vergangenen Jahren gab es in Baunatal zudem zahlreiche bauliche Veränderungen, die auch für Kinder wichtig sind. (pcj)

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