Bürgereck wird jetzt chinesisch: Familie Zheng übernimmt Gemeindehaus in Espenau

Espenau. Das Bürgereck in Espenau hat einen neuen Pächter. Familie Zheng hat im April den Pachtvertrag für das Bürgerhaus am Meierwiesenweg unterschrieben.

Im Juli soll das „Village Garden" offiziell eröffnen. Auf der Speisekarte werden die Gäste überwiegend chinesische Spezialitäten finden.

Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis Bürgermeister Carsten Strzoda einen neuen Pächter für das Bürgereck fand. Zuvor hatten die vorherigen Betreiber, Familie Lopés, fünf Jahre lang portugiesische Spezialitäten für die Espenauer gekocht, jetzt legen die neuen Pächter auf der Speisekarte einen Schwerpunkt auf die chinesische Küche. Auch für Gerichte aus dem mongolischen Teil Chinas gibt es bereits einen eigenen Grill in der offenen Küche.

„Für unsere netten Nachbarn hier in Espenau soll es ab Juli hier ein bisschen exotischer werden“, berichtet Ehefrau Yan Huhai. Trotzdem sollen weniger abenteuerliche Gäste noch bekannte deutsche Gerichte auf der Speisekarte finden.

Vom mongolischen Grill

Inhaber Ningsheng Zheng lässt seit April die Inneneinrichtung ausbauen. „Das eher rustikale Ambiente sollte raus“, erzählt der 48-Jährige, der zuvor jahrelang das Restaurant Shanghai in Fuldatal-Ihringshausen führte.

Bei einer Besichtigung der Baustelle sieht Strzoda schon die Veränderungen. Die Holzvertäfelung der Bar ist verschwunden, dunkles glattes Holz sieht man jetzt mit einem glänzenden Mosaik. Bisher sieht das Innere gradlinig und modern aus, nur Lampen und Bilder deuten das asiatische Design an. Überladen oder kitschig wirkt hier nichts. Was die künftigen Betreiber in den seit einem Jahr leer stehenden Bau investiert haben, wollen sie nicht konkret sagen aber: „Es war nicht gerade wenig“, verrät Zheng.

Eröffnung im Juli

Die offizielle Eröffnung ist für Juli angesetzt. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Vor allem für die Vereine sei dies eine gute Nachricht, denn ohne Pächter mussten sie im vergangenen Jahr ihre Veranstaltungen in Eigenregie bewirten. „Für die Vereine bedeutete das eine Doppelbelastung“, erklärt der Bürgermeister. Zheng hatte das Objekt im Winter 2015 zum ersten Mal gesehen. Er ist der Meinung, dass das Bürgereck viel Potenzial hat. Das Restaurant verfügt über 130 Plätze, mit dem Saal sogar über 200. Von Trauerfeiern über Geburtstage bis zu Hochzeiten seien den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

Ende der 60er-Jahre gebaut, wurde das Bürgereck 2012 und 2013 saniert. 370.000 Euro steckte die Gemeinde in die Mehrzweckhalle, aber auch in die Pächterwohnung und die Gaststätte.

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