Erschossener Bulle von Espenau: Bauernverband verteidigt Polizei

Erschossener Bulle von Espenau: Bauernverband verteidigt Polizei

Espenau / Kreis Kassel. Im Fall des Mitte Dezember von Polizisten bei Espenau erschossenen Bullen erhalten die Beamten Rückendeckung durch den Kreisbauernverband Kassel.

Dass sich die Polizei dazu entschlossen habe, das 900 Kilogramm schwere Tier zu töten, ist für Kreislandwirt Erich Schaumburg „ganz klar nachvollziehbar“. Von einem ausgebrochenen Bullen gehe eine große Gefahr für Menschen aus. 

„Da sich der Bulle auf einer stark befahrenen Straße befand und mehrere Autos in beiden Fahrtrichtungen in der Nähe des verschreckten Tieres warten mussten, ging die Polizei zu Recht von einer akuten Bedrohung aus“, sagte der Kreislandwirt. 

Nicht nachvollziehbar ist für Schaumburg die Tatsache, dass die Tierschutzorganisationen Peta und Pakt Strafanzeige wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegen die Polizei beziehungsweise den Besitzer des Bullen erstattet haben.

„Eine vorherige Betäubung des Tieres hätte von einem Fachmann erledigt werden müssen“, sagte Schaumburg, „dies hätte Zeit gekostet und die Gefahr eines Unfalls durch das Tier hätte unverhältnismäßig zugenommen.“ Die Abwägung der Polizei zugunsten von Leib und Leben sei richtig gewesen, auch wenn sich das Kaliber als zu klein erwiesen habe. 

Wie berichtet, hatten die Beamten rund 20 Schüsse aus einer Pistole beziehungsweise einer Maschinenpistole abfeuern müssen, bis der Bulle tot war.

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