Espenauerin wartete erneut vergeblich auf den Bus

Kam schon wieder nicht: Ein solcher Bus der Firma Bonte sollte eigentlich am vergangenen Samstag auf der Flughafen-Linie 100 fahren, Fahrgast Angelika Großwiele wartete vergebens in der Kasseler Innenstadt am Scheidemannplatz. Offenbar hatte der Busfahrer seine Dienstfahrt nicht angetreten. Foto:  Thiele

Espenau. Eine Verkettung unglücklicher Zufälle hat sich auf der Flughafen-Linie 100 ereignet: Innerhalb von zwei Wochen wurde Fahrgast Angelika Großwiele zweimal nicht befördert.

Nachdem die Espenauerin bereits Mitte Dezember an der Haltestelle Espenau-Schäferberg vergeblich auf den Bus wartete (wir berichteten), ereilte sie das gleiche Schicksal am vergangenen Samstag in der Kasseler Innenstadt. An der Haltestelle Scheidemannplatz wollte Großwiele um 12.44 Uhr zusteigen - doch der Bus kam nicht.

„Als der Bus acht Minuten überfällig war, erfolgte - fast schon routinemäßig - der Anruf bei der NVV-Service-Stelle, aber dort wusste man nichts über die Unregelmäßigkeiten“, erklärt Großwiele. Daraufhin habe die Kantorin die Firma Bonte in Schwalmstadt kontaktiert, um den Verbleib des Busses zu klären. „Was ich dort erfuhr, machte mich fassungslos“, sagt Großwiele. Laut Auskunft der Firma Bonte habe bereits gegen 12.10 Uhr ein Fahrgast das Ausbleiben des Busses gemeldet. „Zu diesem Zeitpunkt wurde der Busfirma offenbar erst bewusst, dass der Fahrer am Morgen ausgeblieben war“, sagt sie. Diese Information sorgte bei der Espenauerin für großen Unmut. Schließlich bedeute dies konkret, dass die Flughafen-Linie seit 6.33 Uhr nicht gefahren ist. „Welche Firma lässt zig Stunden vergehen, in denen ihre Mitarbeiter ihre Arbeit nicht verrichten“, fragt sich der enttäuschte Fahrgast.

Angelika Großwiele

Die Firma Bonte bedauert den Vorfall indes zutiefst. Firmeninhaber Michael Bonte entschuldigte sich und verwies auf eine Verkettung unglücklicher Umstände. Der Vorfall am Samstag sei einem Missverständnis im Dienstplan geschuldet. Der Busfahrer, der seinen Dienst nicht angetreten hatte, sei ein langjähriger und sehr zuverlässiger Mitarbeiter des Unternehmens. „Der Vorfall ist uns allen sehr unangenehm, vor allem der Mitarbeiter hatte große Angst, seinen Job zu verlieren, weil wir eine Vertragsstrafe an den NVV zahlen müssen“, sagt Bonte. Völlig unverständlich für den Busunternehmer sei allerdings das Verhalten der Kundin: „Wir haben ihr an dem Tag direkt ein kostenloses Taxi angeboten“, sagt Bonte. Die Espenauerin habe dies abgelehnt, schließlich gebe es ja noch die Regiotram.

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