Kirchgemeinde Mönchehof hat neue Turmzier

Neue Turmzier auf der Kirche in Espenau: (von links) Kunstschmied Rafael Jürgens, Kirchenvorsteher Lothar Wiegand, Pfarrer Heinz-Herbert Ley, Kirchenvorstand Klaus Wilhelm und Gärtner Gerhard Wengler. Foto: Pflug

Espenau. Eine große goldene Kugel und eine Wetterfahne ziehren seit Freitag den Turm der evangelischen Kirche im Espenauer Ortsteil Mönchehof.

Trotz des eher trüben Wetters verirren sich an diesem Freitag doch so einige Sonnenstrahlen nach Espenau. Sie lassen die neue Turmzier der evangelischen Kirche leuchten. Mit dem Aufsetzen der großen goldenen Kugel und der Wetterfahne ist die Sanierung des Kirchturms jetzt fast komplett. Noch wird ein letzter Teil verschiefert. Bauleiter Bernd Zeuner vom Landeskirchenamt schätzt, dass die Arbeiten Mitte nächster Woche abgeschlossen sind.

Das ist früher als gedacht. Nur sechs Wochen hat die Renovierung gedauert. „Das ist den vielen beteiligten Firmen und der guten Zusammenarbeit zu verdanken“, sagt Zeuner. „Und wir hatten Glück mit dem Wetter.“ Am Sonntag, 26. Juni, soll der neue Turm mit einem Sommerfest der Kirchengemeinde eingeweiht werden.

Die Turmkugel und die Wetterfahne sind nach historischem Vorbild gefertigt. „Die Wetterfahne war das Gesellenstück eines Metallbauers aus dem Ort“, sagt Pfarrer Hans-Werner Ley. Im Vorfeld habe man in den Kirchenarchiven zur Bedeutung des kleinen goldenen Mannes in der Wetterfahne recherchiert. „Es war aber leider nichts rauszukriegen“, sagt Zeuner. Die alte Wetterfahne ist auch nicht etwa im Sperrmüll gelandet, sondern wird im Gemeindehaus verwahrt.

Die Kugel auf der Turmspitze ist hohl. In ihrer Mitte steckt eine Zeitkapsel. In die hat Pfarrer Ley Schreiben des Bürgermeisters, der Bauleitung und seiner selbst gelegt, eine Zwei-Euro-Münze sowie aktuelle Ausgaben des Gemeindebriefs, der HNA und der Espenauer Woche. Eine Erinnerung für das nächste Mal, wenn Bauarbeiten am Dach notwendig sind. „Das wird aber hoffentlich erst wieder in 100 Jahren passieren“, scherzt Ley.

Notwendig war die Sanierung geworden, da das Wetter dem Schiefer und der Holzkonstruktion des Daches seit dem letzten Umbau 1950 stark zugesetzt hatte, sagt Bauleiter Zeuner. Für die Renovierung hatte die Kirchengemeinde im Vorfeld viel Geld gesammelt.

Rund 60 000 Euro der für die Sanierung notwendigen 115 000 Euro hatte die Gemeinde so selbst aufgebracht. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Pfarrer Ley.

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