Vor allem Frauen erkranken an den Schmetterlingsflechten

Lupus: Langer Weg zur Diagnose der unheilbaren Krankheit

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Im Rahmen des Projektes „medien@schule“ haben Schüler der Klasse G9b der Elisabeth-Selbert-Schule in Kassel über die Autoimunerkrankung SLE geschrieben.

Espenau. Müdigkeit, Fieber und Gelenkschmerzen sind beispielsweise Symptome einer Grippe. Sie können aber auch ein Anzeichen für eine seltene, nicht heilbare Erkrankung des Immunsystems sein - und zwar für SLE. Systemischer Lupus erythematodes entsteht als Folge einer überschießenden Reaktion des Immunsystems (Autoimmunerkrankung). Das Immunsystem bildet aus ungeklärter Ursache Antikörper, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. Es gibt vielfältige Symptome, typisch für SLE sind:

• fleckige Hautausschläge

• Rötung des Gesichts (schmetterlingsförmig)

• Nierenschäden

• Herzbeutelentzündung

• Mangel an weißen Blutkörperchen und Blutplättchen 

• kreisrunder Haarausfall etc.

Es können aber auch innere Organe betroffen sein, wie Herz, Lunge, Nieren. Die Erscheinungsformen der Erkrankung sind sehr unterschiedlich. Ein SLE verläuft chronisch. Ein milder SLE verursacht meist nur leichte Beschwerden, ein schwerer Verlauf mit akuten Krankheitsschüben kann zum Versagen einzelner Organe führen und ohne ausreichende Behandlung kann der Systemische Lupus erythematodes lebensbedrohlich werden.

SLE wird zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt. Von 100 erkrankten Personen sind etwa 90 Personen Frauen. Der Lupus ist bisher nicht heilbar. Mit der medizinischen Versorgung heutzutage kann man mit SLE und Medikamenten in enger Zusammenarbeit der Ärzte die Schübe reduzieren. Die Behandlung muss meist lebenslang fortgesetzt werden.

Wir haben mit einer betroffenen Lupuspatientin gesprochen:

Wie alt sind Sie? 

37 Jahre

Wie und wann haben Sie erfahren, dass Sie an SLE erkrankt sind?

Mit 23 Jahren wurde ich mit dem Verdacht auf Schlaganfall in die Uniklinik Göttingen eingeliefert. Es wurde ein TIA Infarkt (Transitorische ischämische Attacke) diagnostiziert. Nach mehrwöchigen Klinikaufenthalt wurde die Diagnose SLE mit APS (Antiphospholipid-Syndrom = vermehrte Gerinnbarkeit) diagnostiziert.

Wie sieht Ihre derzeitige Behandlung aus? 

Aktuell nehme ich an Medikamenten Kortison, Spritze einmal die Woche Methotrexat(MTX), Folsäure, Quensyl, Benlysta, Marcumar; Vitamin D3, Calcium, Ibuprofen, Valsartan und mache eine Physio-und Psychotherapie.

Haben Sie Kinder?

Ja, zwei im Alter von fast 15 und 5 Jahren. In enger Zusammenarbeit mit den Ärzten kann man mit der heutigen Medizin trotz SLE und APS Kinder bekommen.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft? 

Das ich noch viele Jahre für meine Kinder da sein kann. Vor Jahren sah die Prognose für mich ziemlich schlecht aus. Meine Kinder kämpfen jeden Tag mit mir und das gibt mir die Kraft, dem Wolf den Kampf anzusagen.

Anmerkung: Rund 250 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts entstanden sind.

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