Neuer Kreisel auf Wunschzettel der SPD Espenau

Auf dem Wunschzettel der SPD: Die Kreuzung Kirchweg (im Vordergrund) und Hermann-GmeinerStraße (Mitte) soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Foto: Dilling

Espenau. Weihnachten ist kaum vorbei, da hat Espenau schon wieder einen vollen Wunschzettel. Die Gemeinde erwartet 480.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm.

Die Fraktionen von SPD, Freier Wählergemeinschaft und Grünen haben dazu schon eine Reihe von Ideen entwickelt. Vom schnellen Internet über den Bau eines weiteren Kreisverkehrs, die Sanierung maroder Gehwege, eine Verkehrsberuhigung, barrierefreie Bürgersteige bis zur Erschließung der Espe-Aue für die Naherholung geht die Palette.

Für alles dürfte das Geld indes nicht reichen. Das lässt eine spannende Diskussion in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Montag sowie der Gemeindevertretersitzung am 25. Januar erwarten.

Volker Knebes

Die SPD favorisiert laut ihrem Fraktionschef Volker Knebes den Bau eines Kreisels auf der Kreuzung Kirchweg und Hermann-Gmeiner-Straße in Mönchehof. Dort sei vergangenes Jahr bei einem Unfall ein Passant verletzt worden. „Diese Ecke ist gefährlich“, sagt er, zumal auf der Hermann-Gmeiner-Straße zwischen Ortsausgang und Feuerwehr die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde aufgehoben worden sei. Die geplante Bebauung des ehemaligen Festplatzes an dieser Kreuzung sei ein weiteres Argument für den Kreisel.

Wilfried Reh

Mit diesem Projekt programmieren die Sozialdemokraten allerdings eine Auseinandersetzung mit den Freien Wählern. Auch seine Partei wolle eine Verkehrsberuhigung an dieser Kreuzung, sagt FWG-Fraktionschef Wilfried Reh. Dafür sei aber ein Kreisel ungeeignet und außerdem zu teuer.

Die FWG werde sich für eine „schlafende Ampel“ einsetzen, die den Autoverkehr besser abbremse. Priorität habe für die Freien Wähler aber der Aufbau eines schnellen Internets. Das hätten viele Bürger bei einer Befragung der FWG zwischen den Jahren als Wunsch formuliert. Der vorhandene Richtfunk sei nicht effektiv genug und überholt, meinte Reh.

Theo Grimm

Daneben will sich die FWG für die Sanierung von Bürgersteigen einsetzen. Das ist ein Thema, wo sich eine mehrheitsfähige Schnittmenge abzuzeichnen scheint. Denn auch die Grüne Liste Espenau (GLE) will - ebenso wie die SPD - etwas an Gehwegen machen. GLE-Fraktionschef Theo Grimm hat vor allem die Mönchehofer Straße im Blick. Dort sei die Fahrbahn viel zu breit, man könne die Bürgersteige verbreitern. Außerdem sollten Bordsteine abgesenkt und Gehwege zugunsten einer Pflasterung entsiegelt und die Radwege einheitlich beschildert werden.

CDU-Fraktionschef Gerrit Langhans wollte sich auf Anfrage der HNA noch nicht zu Vorschlägen der Union äußern. Diese würden in der Fraktion noch abgestimmt. Klar sei aber für die Union, dass das Geld nachhaltig und ohne Folgekosten zu verursachen eingesetzt werden müsse.

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