Haushaltsentwurf 2016 eingebracht:

Espenau will viel Geld für neues Bauland reservieren

Espenau als Wohnort attraktiv: Im Neubaugebiet Lindenring in Mönchehof werden unter Hochdruck die Häuser hochgezogen. Alle Bauplätze sind schon vergeben. Foto:  Dilling

Espenau. Es klingt nach einer vorgezogenen Weihnachtsbescherung: Espenau will nächstes Jahr erstmals seit 2009 wieder einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren.

Noch dazu soll sogar ein kleines Plus von mehr als 50.000 Euro gemacht werden. Dennoch bleibt genügend Geld, um weiter in die Infrastruktur und vor allem in die Erschließung von neuem Bauland zu investieren.

So sieht es zumindest der Entwurf des Haushaltsplans vor, den Bürgermeister Carsten Strzoda (parteilos) in die Gemeindevertretersitzung einbrachte. Das Zahlenwerk hat im Ergebnishaushalt ein Volumen von gut acht Millionen Euro. Für Investitionen sollen mehr als 1,7 Millionen Euro aufgewandt werden.

Für 210.000 Euro sollen der Bruchfeld- und der Gehrenweg ausgebaut werden. Für 75.000 Euro will Espenau weitere 200 Straßenleuchten mit energiesparender LED-Technik ausrüsten. 100.000 Euro sind für die Sanierung von Kanälen im sogenannten Inliner-Verfahren reserviert.

Dass die Gemeinde im Vergleich zu 2015 deutlich besser finanziell dastehe, sei zum großen Teil der Reform des kommunalen Finanzausgleichs zu verdanken. „Wir zählen zu den Gewinnern“, sagte Strzoda. Allerdings müsse man im Gegenzug viel mehr Umlagen an den Landkreis zahlen.

Wermutstropfen im Etatentwurf sind außerdem etwas gestiegene Personalausgaben, zurückgehende Erlöse aus der Konzessionsabgabe und die geringeren Gewerbesteuereinnahmen, die Strzoda nächstes Jahr erwartet. Diese würden durch den prognostizierten Anstieg der Einnahmen bei der Einkommenssteuer nicht voll kompensiert.

Mehrere 100.000 Euro plant die Gemeinde für den Ankauf und die Ausweisung neuen Baulands in Espenau ein. Dafür sollen 400.000 Euro an Darlehen aufgenommen werden. „Die Nachfrage ist ungebrochen. Wir haben eine lange Warteliste“, sagte Bürgermeister Strzoda am Rand der Sitzung. Wo neue Baugebiete entstehen könnten, das müsse noch diskutiert werden. Im jüngsten Baugebiet Lindenring in Mönchehof sind laut Strzoda alle 37 Plätze weg. Die Gemeinde habe die auf zwei Jahre vorgesehene Erschließung sogar auf ein Jahr verkürzen müssen.

Bei den Haushaltsberatungen wird es nun auch um die Verwendung der Bundes- und Landeszuschüsse aus dem Kommunalen Investitionsprogramm in Höhe von 420.000 Euro gehen.

Der Gemeindevorstand werde dazu den Kommunalpolitikern noch einen Vorschlag machen, sagte Strzoda gegenüber der HNA.

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