Fertig mit dem Studium: Das müssen Sie jetzt bei Versicherungen beachten

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Achten Sie auf Ihren Versicherungsschutz nach dem Studium. Ihre bestehenden Tarife ändern sich und weitere Versicherungen werden sinnvoll.

Sie haben Ihre Prüfungen hinter sich und Ihr Studium abgeschlossen? Keine Zeit zum Verschnaufen: Jetzt ändert sich Ihr Versicherungsschutz. Sie sind nicht mehr über Ihre Familie abgesichert und Ihre Studentenvorteile fallen weg. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich nach dem Studium gut versichern.

Krankenversichert nach dem Studium: Ein Muss

In den meisten Fällen können Sie während Ihres Studiums bei den gesetzlichen Krankenversicherungen bis zu Ihrem 25. Geburtstag in der Familienversicherung bleiben. Das heißt, dass Sie als Student nichts zuzahlen müssen. Eine Ausnahme besteht allerdings, wenn Sie im Nebenjob zu viel verdienen: als Minijobber mehr als drei Monate im Jahr über 450 Euro, ansonsten über 405 Euro (Stand Dezember 2015). In diesem Fall benötigen Sie bereits vor Ihrem 25. Geburtstag eine studentische Krankenversicherung. Diese kostet um die 80 Euro im Monat.

Sobald Sie Ihr Studium beenden, fallen Sie aus dieser Studenten- oder Familienversicherung raus. Wenn Sie sofort nach Ihrer Exmatrikulation ein festes Arbeitsverhältnis beginnen, haben Sie keinen großen Aufwand. Ihr Arbeitgeber benötigt lediglich eine Bescheinigung darüber, dass Sie krankenversichert sind. Diese Bestätigung beantragen Sie bei den meisten Versicherern einfach online. Auf diesem Weg benachrichtigen Sie Ihre Versicherung auch gleich über die Veränderung Ihres Studentenstatus. Alles Weitere wickelt anschließend Ihr Arbeitgeber ab.

Wenn Sie direkt im Anschluss an Ihr Studium keinen Job finden, bleiben Sie meist dennoch ein paar weitere Wochen in Ihrem bisherigen Tarif. Die Krankenversicherungen genehmigen meist eine gewisse Übergangsphase. Dauert die Jobsuche länger, bekommen Sie womöglich Arbeitslosengeld II. In diesem Fall zahlt das Arbeitsamt Ihre Krankenversicherung für Sie.

Haftpflichtversicherung: Sehr wichtig

Nach der Kranken- ist die private Haftpflichtversicherung am wichtigsten. Sie schützt Sie vor hohen Zahlungen, falls Sie unabsichtlich andere Menschen oder deren Eigentum schädigen. Wenn also durch Ihr Handeln jemand verletzt wird oder Habseligkeiten von anderen kaputt gehen, übernimmt Ihre Haftpflicht die Kosten für diese Personen- und Sachschäden.

Während des Studiums läuft Ihre Haftpflichtversicherung meist über Ihre Eltern – dieses Privileg endet, nachdem Sie exmatrikuliert sind. Das heißt: Jetzt sollten Sie sich unbedingt selbst versichern.

Wenn Sie sichergehen möchten, dass auch Sie Ihr Geld bekommen, wenn jemand Ihnen Schaden zufügt, achten Sie auf die optionale „Ausfalldeckung“. Das heißt, dass Ihre eigene Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommt, wenn die andere Person keine hat.

Versicherungen für Ihren Hausrat: Nützlich

Berufsanfänger ziehen meist nach dem Studium in die erste eigene Wohnung. Je mehr Habseligkeiten Sie mit der Zeit ansammeln, desto sinnvoller wird eine Hausratversicherung für Sie. Diese kommt für die Kosten auf, wenn Ihr Hab und Gut zerstört wird – zum Beispiel durch Feuer oder einen Sturm. Auch, wenn jemand bei Ihnen einbricht, kommt die Versicherung für den Wert der gestohlenen Gegenstände auf.

Versichert gegen Berufsunfähigkeit: Gut zu haben

Sobald Sie in Ihren ersten festen Job nach dem Studium einsteigen, sollten Sie sich gegen Berufsunfähigkeit versichern. Das ist zwar kein Muss – aber definitiv eine Überlegung wert. Diese Versicherungen unterstützen Sie finanziell, sollten Sie einen Unfall haben oder länger krank sein. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind Sie also nicht auf die geringen staatlichen Leistungen angewiesen, falls Sie Ihren Beruf nicht mehr oder nur noch teilweise ausüben können.

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