Feuerwehr Helsa präsentierte ihre Arbeit in der Dämmerung und bei Nacht

Tag der offenen Tür Feuerwehr Helsa Zuschauer ausdrücklich erwünscht: Während der Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr in Helsa waren - anders als bei realen Einsätzen - Schaulustige herzlich willkommen. Die Veranstaltung begann am Nachmittag und ging bis in die späten Abendstunden. Fotos: T. Hartung

Helsa. Dicker schwarzer Rauch zog aus dem Fenster im Obergeschoss des Hauses an der Berliner Straße, während eine Frau panisch um Hilfe schrie.

Kurze Zeit später waren die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Helsa vor Ort. Mit Hilfe der Kollegen aus Kaufungen und deren Drehleiter konnten die Brandschützer das Schlimmste verhindern und die Dame retten.

Glücklicherweise war dieses Horrorszenario nur eine der zahlreichen Übungen, die die Wehr beim Tag der offenen Tür unter dem Motto „Erleben Sie Feuerwehr bei Nacht“ zeigten. „Heute gibt es praktische Einsätze bei Dämmerung und in der Dunkelheit zu sehen“, erklärte Wehrführer Markus Rausch, weshalb die Veranstaltung auch vom Nachmittag bis in die späten Abendstunden andauerte. Neben dem Gebäudebrand gab es außerdem Übungen zu einem brennenden Fahrzeug sowie Staub- und Fettexplosionen, den Fuhrpark und viele Informationen zum Thema Feuerwehr.

Schaulustige waren an diesem Tag ausdrücklich erwünscht. Die Besucher durften jedoch nicht nur zuschauen, sondern selbst an einem Feuerlöschtraining teilnehmen. Vor allem die ganz jungen Gäste waren begeistert vom Sirengeheul und den vielen Blinklichtern und schauten gebannt den Übungen der Brandschützer zu.

Die zweijährige Julie und die sechsjährige Isabella waren mit ihren Müttern Lena Martelleur und Nina Rohde gekommen. Die beiden Mädchen aus Helsa wollen später auch mal zur Feuerwehr und schauten sich alles genau an. „Die großen Autos sind besonders toll“, sagte Julie. Auch Isabella freute sich, einmal in einem Löschfahrzeug Platz nehmen zu dürfen.

Alina Dittrich ist seit elf Jahren selbst Mitglied bei den Brandschützern. „Die Feuerwehr bietet viel Abwechslung“, betonte die 20-Jährige. Besucherin Tanja Jäger war vor allem gespannt auf die Übung mit dem brennenden Auto, weil sie dieses Szenario schon mal selbst erlebt hat. „Ich stand damals unter Schock, so dass ich nicht viel von den Rettungsmaßnahmen realisiert habe“, berichtete die 38-jährige Helsaerin.

Feuerwehr Helsa übt in der Dämmerung und bei Nacht

Mit großem Interesse informierten sich die vielen Gäste auch im Zelt bei Zugführer Reiner Kohlhaase über die Feuerwehr im Tunneleinsatz. „Viele Autofahrer wissen nicht, dass man bei einem Notfall in einem Tunnel den Schlüssel stecken lässt, damit sich der Wagen von den Rettungskräften fortbewegen lässt“, klärte er auf. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Helsa sind als ehrenamtliche Brandschützer für den Hirschhagen Tunnel zuständig, der mit 4200 Metern der längste Tunnel Hessens ist.

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