THW fischt Treibholz aus der Fulda

THW im Einsatz: Mit einem Spezial-Kran wurden am Wochenende bei Dittershausen dicke Baumstämme und sonstiges Treibgut aus der Fulda gehoben worden. Die Straßenbrücke in dem Fuldabrücker Ortsteil war für sieben Stunden für den Verkehr gesperrt. Fotos: Wohlgehagen

Baunatal/Fuldabrück. Zu einem spektakulären Einsatz kam es am Wochenende an der Dittershäuser Brücke über die Fulda. Dort räumte das THW Treibholz aus dem Fluss.

Geschafft: Rund sieben Stunden brauchten Einsatzkräfte der THW-Ortsgruppe Kassel, um an der Straßenbrücke in Fuldabrück-Dittershausen Treibholz aus der Fulda zu bergen.

Um es vorweg zu nehmen: Gruppenleiter Sebastian Kuhne und das achtköpfige Team der „Fachgruppe Wassergefahren“ leisteten wertvolle Arbeit. Der relativ niedrige Wasserstand und die geringe Strömung kamen ihnen bei dem Ausbildungseinsatz am Samstag gelegen.

Hintergrund und Ziel der Bergung des Treibguts sei, Druck von der Brücke zu nehmen, sagte Bauhofleiter Jörg Kuhaupt. Der könne bei Hochwasser so groß werden, dass das Bauwerk Schaden nehmen kann: „Das Wasser- und Schifffahrtsamt lässt am Uferrand häufiger abgestorbene Äste oder Altholz wegnehmen“, trotzdem habe sich an der Brücke in den vergangenen drei Jahren zu viel Treibholz angesammelt, so der Betriebsleiter der Gemeinde Fuldabrück gegenüber der HNA.

Die Brücke zwischen Dittershausen und Rengershausen ist für den Verkehr bereits gesperrt, als das THW mit seinem Spezial-Kran und dem Einsatzboot „Jakob Grimm“ am frühen Morgen anrückt. Das Ponton-Stahlschiff wird langsam in die Fulda gehievt. Dann lässt Sebastian Kuhne den Kran noch einmal umsetzen.

Anschließend versucht die Bootsbesatzung, sich den Treibholz-Mengen am mittleren Brückenpfeiler zu nähern. Hier haben sich dicke Baumstämme, viel Gestrüpp und allerlei anderes Treibgut angesammelt.

Immer wieder lehnen sich die Männer weit heraus, um die Schlaufen unter Wasser an den bis zu sieben Meter langen und 60 cm dicken Baumstämmen zu befestigen. Die werden jeweils vorsichtig mit dem Kran auf die Brücke gehievt. Das Boot bleibt bis zur nächsten Aktion im Hintergrund. Die Sicherheit habe Vorrang, heißt es. Oben auf der Brücke werden die dickeren Stämme vom Bauhof zersägt und entsorgt.

Der Einsatz des THW zog interessierte Bürger an: Die Unterstützung durch das technische Hilfswerk empfinde er als sehr gut, sagte Anwohner Herbert Noczynski (55). „Alles super gelaufen“, sagte auch Bauhofleiter Jörg Kuhaupt, der die Sperrschilder an der Straßenbrücke nachmittags wie vorgesehen abbauen ließ.

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