Forst: Angriffe von Mäusebussarden auf Jogger sind selten

Im Anflug: Der Mäusebussard findet sich oft in den Schlagzeilen wieder, wenn es um angebliche Attacken auf Jogger oder Radfahrer im Wald geht Foto:  Germandi/ nh

Kreis Kassel. Jedes Jahr aufs Neue sorgen im Frühling Meldungen für Aufmerksamkeit, dass Jogger oder Radfahrer in Waldgebieten von Bussarden attackiert und teilweise auch verletzt werden.

Im Sturzflug rauschten die Jäger der Lüfte heran und versetzten Erholungssuchende und Freizeitsportler in Angst und Schrecken, heißt es in diesen Fällen.

Theo Arend, stellvertretender Revierleiter des Forstamtes Wolfhagen und damit auch zuständig für den Habichtswald, kann über derartige Angriffe von Bussarden in seinem Bereich nicht berichten. „Aus der jüngeren Vergangenheit ist mir solch ein Fall nicht bekannt“, sagt er.

So muss Arend lange nachdenken, um sich an ein Ereignis am Edersee zu erinnern, wo ein Bussard mal einen Radfahrer attackierte und verletzte. Auch er selbst, so fällt dem erfahrenen Forstmann schließlich ein, sei vor „vielen, vielen Jahren“ einmal erschrocken, als er, mit roter Mütze auf dem Kopf, durch den Wald ging und plötzlich lautlos ein Bussard knapp über ihn hinwegflog.

Dass immer Bussarde im Zusammenhang mit Angriffen auf Jogger oder Radfahrer genannt werden, hat nach Überzeugung Arends einen ganz simplen Grund. „Es gibt halt viel mehr Bussarde als Falken, Habichte oder Milane.“

Generell rät er Waldbesuchern, in diesen Wochen aufmerksamer zu sein. Alle Tiere, die Nachwuchs haben, so sagt Arend, seien besonders wachsam und sähen schnelle Bewegungen als Bedrohung an, wenn sich jemand in ihrem Revier aufhalte. Arend: „Jeder, der sich in der Natur aufhält, sollte achtsam sein.“ Eine unmittelbare Gefahr gehe hingegen von keinem der Waldtiere aus.

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