Gemeinde Schauenburg und Angelsportverein wollen im Frühjahr Zuläufe kontrollieren

Freizeitsee droht Wassermangel

Dem See droht im Sommer die Luft auszugehen: Der Angelsportverein versucht, mithilfe einer Verwirbelungsanlage (kleines Bild) den Sauerstoffgehalt zu verbessern. Fotos: Junker/nh, Dilling

Schauenburg. Der Freizeitsee Martinhagen ist ein beliebtes Ausflugsziel und das Revier des Angelsportvereins, der ihn gepachtet hat und dort vor allem Weißfische ausgesetzt hat. Doch seit einiger Zeit macht sich Torsten Gössing, der Vereinsvorsitzende, Sorgen. Der See bekomme nicht genügend Frischwasser.

Es müsse etwas geschehen, „sonst kippt der See um“.

Der Verein versucht, im Sommer mit einer Verwirbelungsanlage gegenzusteuern. Sie soll den Sauerstoffgehalt im See erhöhen. Diesen brauchen die Fische zum Überleben. Doch das geht auf die Dauer wegen der hohen Stromkosten ins Geld. Gössing setzt daher auf eine nachhaltige Lösung.

Er vermutet, dass die Zuläufe des Freizeitsees von Quellen am Wattenberg und am Schönberg in Breitenbach teilweise verstopft sein könnten. Dieses Wasser fließe zum Teil durch mehr als 100 Jahre alte Tonrohre. Diese könnten kaputt sein, sagt der Vereinsvorsitzende. Die Gemeinde Schauenburg, die auf ihrer Internetseite mit der Schönheit des Sees auch ihre Baugebiete bewirbt, hat sich bereiterklärt, im Frühjahr die Zuläufe zu kontrollieren. Bürgermeisterin Ursula Gimmler hält es aber auch für möglich, dass die Probleme durch den relativ warmen Sommer mit langen Trockenperioden entstanden sein könnten. Das habe ja beispielsweise auch im Buga-See in Kassel zu Schwierigkeiten mit der Wasserqualität geführt.

Zu hohe Anforderungen dürfe man in Martinhagen nicht stellen, schließlich sei es kein Badesee.

Von Peter Dilling

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