"Fühlen uns übergangen"

A44-Brücke: Bergshäuser wehren sich gegen Abbau der Radaranlage

Sie üben Kritik: Die Gemeinde Fuldabrück erfuhr erst aus der HNA vom Abbau der Radaranlage auf der Bergshäuser Brücke. Unser Bild zeigt Wolfgang Melcher (von links), Peter Grünewald, Kathrin Nolte, Ingo Landwer, Wolfgang Arnd und Eckhard Grebe. Foto:  Konstantin Brabschr

Fuldabrück. Der Abbau der Radaranlagen an der Bergshäuser Brücke der Autobahn 44 sorgt unter der Bevölkerung für Verärgerung und Unverständnis.

In dem Zusammenhang seien mehrere Dinge zu beanstanden, wie Vertreter der Gemeinde, der Bürgerinitiative „Keine Brücke über Bergshausen“ sowie Anwohner der HNA bei einem Ortstermin berichteten.

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„Wenn wir als Gemeinde solche Entscheidungen erst aus der Zeitung erfahren, fühlen wir uns verständlicherweise übergegangen und nicht ernst genommen“, erklärt Eckhard Grebe, Spitzenkandidat der SPD Fuldabrück. „Der Bürgerwille muss in der Gemeindevertretung behandelt und mitentschieden werden. Ohne eine umfängliche und rechtzeitige Einbindung ist das nicht möglich und zwangsläufig Bürgerverdruss die Folge. Dem müssen wir entgegenwirken.“

Unverständlich ist der Abbau nicht nur für Wolfgang Melcher von der Bürgerinitiative. „Vor Jahren wurde die Geschwindigkeitsmessung von der Bevölkerung erstritten, um die Lärmbelastung zu reduzieren und das Bauwerk zu schützen. Das steht so auch auf den Schildern an der Anlage. Wenn es je um Unfallverhütung gegangen wäre, sollte die Rechtmäßigkeit der Messungen im Nachhinein hinterfragt werden.“ Darüber hinaus wundert er sich auch darüber, wer solche Entscheidungen überhaupt veranlasst.

Nachdem die Entscheidung bekannt gemacht wurde, reagierte die Gemeinde Fuldabrück umgehend mit einem entsprechenden Einspruch. Dieser wurde ohne weitere Erklärungen abgelehnt. „Das akzeptieren wir so nicht, ein entsprechender Antrag der SPD- Fraktion ist Tagesordnungspunkt bei der Gemeindevertretersitzung in dieser Woche,“ kündigte SPD Fraktionsvorsitzender Wolfgang Arend an. Eckhard Grebe wies darauf hin, dass es in allen Fuldabrücker Ortsteilen in den kommenden Wochen Unterschriftenaktionen der Sozialdemokraten gegen das Vorgehen der Behörden geben werde. (pfb)

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