Fuldabrücks Bürgermeister fordert Blitzer auf Bergshäuser Brücke zurück

Fuldabrück. Dass die Radaranlagen auf der Bergshäuser Autobahnbrücke nicht mehr aufgebaut werden sollen, bedauert Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD).

Das betont der Rathaus-Chef in einer Pressemitteilung. Die Blitzer seien 1996 ausschließlich wegen des Lärmschutzes aufgestellt worden und „nicht, weil die Brücke ein Unfallschwerpunkt ist“.Die Entscheidung des Landes, die Blitzer nicht mehr zu installieren, richte sich eindeutig gegen die Bergshäuser Anwohner. Denn sie würden nach dem Abbau noch stärker vom Lärm der schnell fahrenden Autos geplagt.

Dieter Lengemann

2002 seien Schäden an der Brücke beseitigt worden, die aber nach kurzer Zeit immer wieder auftraten, so Lengemann. „Durch die temporeduzierenden Radaranlagen sollte der Lärm durch die immer wieder defekten sich überlagernden Stahlplatten an den Fahrbahnübergängen gemindert werden.“ Zudem habe man so die Bausubstanz schonen können, um Reparaturarbeiten und dadurch entstehende Kosten zu verhindern.

Dass der Wiederaufbau abgelehnt wurde, sei völlig unverständlich. Denn das Land habe selbst bestätigt, dass die Lärmrichtwerte ohne die Blitzer deutlich überschritten werden. „Begründet wird dies damit, dass die Berechnung nur eine Lärmminderung um zwei Dezibel ergeben hat.“ Notwendig seien jedoch drei Dezibel, habe das Land mitgeteilt. Besonders ärgerlich findet Lengemann, dass das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung an der Autobahn 49 bei der Stadt Baunatal nun ein Tempolimit angeordnet hat. „Der Beurteilungspegel wird hier auch nur um zwei Dezibel gemindert.“ 

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