Anwohner fürchten Gestank im Sommer

Eltern sorgen sich um Kinder: "Sie fallen in den Gülletank"

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Könnte Jugendlichen Anlass zu Mutproben bieten: Über die weiteren Bedenken zum Güllebehälter bei Fuldabrück diskutierten am Donnerstag die Fraktionen der Gemeindevertretung.

Fuldabrück. Der im Herbst errichtete Güllebehälter auf dem Feld zwischen Dittershausen und Dörnhagen, der in der Bevölkerung für Unmut sorgt, war auch Thema in der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag in Fuldabrück.

Einer Diskussion der Fraktionsvorsitzenden folgte der einstimmige Beschluss, dass sich nun der Bauausschuss der Gemeinde mit den noch offenen Fragen befassen soll. Das Ergebnis der Prüfung solle, so der Zusatz auf Wunsch von CDU und SPD, bei der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung bekanntgegeben werden.

Die CDU-Fraktion hatte einen Antrag zur Vermeidung der Belästigung durch den Güllebehälter und dessen Sicherung gestellt. Die Hauptkritikpunkte legte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Lange dar:

• Die Bevölkerung habe Angst vor der Größe des Behälters und der Geruchsentwicklung im Sommer.

• Der Gülletank sei nicht umzäunt oder ausreichend gesichert. Insbesondere Jugendliche, die zu Mutproben tendieren, würden von der auf der Leiter angebrachten Metallplatte nicht abgeschreckt.

• Man fürchte einen „Gülletourismus“. Anlass dafür sei die Sichtung von Lkw mit niederländischen Kennzeichen.

„Keiner in diesem Raum will diesen Güllebehälter“, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) in seiner Stellungnahme. Die Gemeinde habe bislang aber alles in ihrer Macht stehende getan, um die Rechtmäßigkeit des Gülletanks zu klären.

Der Betreiber des Tanks, ein Landwirt aus Rengershausen, der erhebliche Flächen in Fuldabrück bewirtschaftet, habe scheinbar keinerlei rechtliche Grenzen überschritten und sei auf die Vorgaben des Landkreises eingegangen. So habe er verschmutzte Wege gesäubert und versichert, dass Lkw mit niederländischen Kennzeichen nichts mit dem Tank zu tun hätten. Die Gülle komme aus Nordhessen und für ihre Aufbringung werde ein eigenes Tankfahrzeug verwendet. Die Aufbringung erfolge von unten, um Geruchsbelästigung zu vermeiden und für den Gülletransport würde ausschließlich die Brücke Dennhausen genutzt.

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