Bürgermeisterwahl 2017

Fuldabrück: Dieter Lengemann hat Gegenkandidaten

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Neuer Gegenkandidat: Carsten Marth, aktuell Hauptamtsleiter im Kaufunger Rathaus, will Bürgermeister von Fuldabrück werden. Auf dem Monitor rechts ist die Startseite seiner persönlichen Internetseite zu sehen.

Fuldabrück/Kaufungen. Carsten Marth, aktuell im Kaufunger Rathaus als Hauptamtsleiter tätig, will Bürgermeister von Fuldabrück werden. „Ich stelle mich zur Wahl und möchte als parteiunabhängiger Bewerber das Amt des Bürgermeisters von Fuldabrück übernehmen“, sagt der 48-Jährige.

Mit Carsten Marth wird es der seit zwölf Jahren in Fuldabrück amtierende Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) erstmals mit einem Mitbewerber und Gegenkandidaten zu tun haben. Die Bürgermeisterwahl dort ist für den 12. März 2017 angesetzt.

Marth, am 9. November in Fuldabrück-Bergshausen geboren, will nach über siebenjähriger Tätigkeit im Kaufunger Rathaus zurück in seinen Heimatort. "Ich denke, hier ist einiges zu tun. Die Ausgangslage der Gemeinde Fuldabrück sei gekennzeichnet durch Entwicklungsstau, fehlende Zukunftskonzepte, ein nicht unerhebliches Defizit im Gemeindehaushalt sowie Fehler in der Gemeindeentwicklung", sagt der Verwaltungsfachmann selbstbewusst.

Er will Fuldabrücker Forderungen zum Neubau der A44-Brücke durchsetzen, das Ortsbild aller Ortsteile verbessern, er will die Verwaltung im Interesse der Bürger optimieren, einen neuen Gemeindeentwicklungsplan aufstellen, die Gemeindefinanzen neu ausrichten und Fuldabrück deutlich familienfreundlicher Machen. "Ich möchte niemandem Vorwürfe machen, ich will nur zeigen, dass es besser geht", sagt Marth.

Sitzt seit zwölf Jahren im Chefsessel des Fuldabrücker Rathauses – der SPD-Politiker Dieter Lengemann.

Und wie will er das alles anstellen? Marth sprudelt vor Ideen und zeigt, dass sein Ziel, sich in Fuldabrück als Bürgermeisterkandidat zu bewerben, schon lange in ihm gereift ist. Marth begann 1990 im Fuldabrücker Rathaus eine Ausbildung zum Beamten im Mittleren Dienst und arbeitete sich systematisch durch die Abteilungen – zuletzt war Leiter des Ordnungsamtes. Innerhalb dieser Zeit, immerhin über 18 Jahre, baute er sich ein enges Netzwerk an Kontakten auf – "Beziehung, die bis heute lebendig sind", sagt Marth. Dann hängte noch einmal sieben Jahre im Kaufunger Rathaus dran, sein derzeitiger Job dort als Hauptamtsleiter war das Letzte, was noch in seiner Sammlung fehlte.

Marth sieht sich durch und durch als Verwaltungsfachmann – und gerade deshalb deutlich näher an den Bürgern dran als einen versierten Polit-Stratege wie Dieter Lengemann ihn verkörpert. "Ich will einfach mehr für die Bürger da sein", sagt Marth. Seine Parteilosigkeit spiele dabei eine große Rolle. "Ich möchte jenseits parteipolitischer Zwänge möglichst viele Interessen unter einen Hut kriegen und möglichst breite Kompromisse finden", erklärt Marth seine Strategie.

Dieter Lengemann indessen geht der neuen Entwicklung gelassen entgegen. "Zum Wesen einer Demokratie gehört es, dass man Auswahlmöglichkeiten hat. Von daher ist die Kandidatur zu begrüßen", sagt Lengemann.

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