Kiliansblick endgültig passé: Rettung von Aussichtsparkplatz gescheitert

Begehrter Blick: Vom Parkplatz Kiliansblick hatte man früher eine herrliche Aussicht aufs Tal der Fulda und die Stadt Kassel.

Fuldabrück. Das Ende für den Aussichtsparkplatz „Kiliansblick“ an der früheren Bundesstraße 83 zwischen Bergshausen und Dörnhagen ist besiegelt.

Ein wohl letzter Versuch, den ehemals so beliebten Anziehungspunkt für Tagesausflügler zu erhalten, scheiterte jetzt an der fehlenden Unterstützung in der Gemeindevertretung.

Rudolf Zeidler (Linke) wollte den Gemeindevorstand mit seinem Beschlussvorschlag auf eine Kontaktaufnahme mit Hessen Mobil, dem Forst und der Nachbarkommune Söhrewald festlegen lassen. Man könne den Aussichtsparkplatz zwischen Bergshausen und Dörnhagen doch nicht einfach verkommen lassen, meinte der Kommunalpolitiker. Der Kiliansblick werde überall noch in den Reiseführern gezeigt - „und wir machen ihn zu“, kritisierte Zeidler vor dem Hintergrund des von Hessen Mobil bereits angekündigten Rückbaus.

Heute ist alles zugewachsen (kleines Bild), der Aussichtsparkplatz wird aufgegeben und zurückgebaut. Archivoto: Gemeinde Fuldabrück / nh

Der Parkplatz liege auf Söhrewalder Gebiet, entgegnete Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Das Kernproblem seien jedoch die Bäume zu beiden Seiten der A7, die den früher freien und schönen Blick auf Kassel versperren. Für eine Abholzung gebe es aber keine Genehmigung. Die Bushaltestelle der Linie 17 soll bleiben, so der Verwaltungschef. „Wir haben keine Chance weiterzukommen“, sagte auch SPD-Sprecher Wolfgang Arendt, der mit Lengemann an einen Rettungsversuch für den Kiliansblick bereits im Jahr 2008 erinnerte. Der sei vor allem wegen der Kosten von gut 70.000 Euro für eine Wiederaufforstung der Waldflächen gescheitert.

Gefährliche Ausfahrt

Da Zeidler auch von der CDU keine Unterstützung erhielt („veralteter Parkplatz mit gefährlicher Ausfahrt“), zog er seinen Antrag am Ende der Beratung zurück. (ppw)

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