Neubaugebiet Dörnhagen: Himmelsteich als Ausgleich

Neuer Teich im Hintergrund: Michael Nase vom Planungsbüro Intium (links) mit Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann an der Goldenen Aue. Foto: C. Hartung

Fuldabrück. 77 der 83 Grundstücke sind bereits verkauft im Neubaugebiet Goldene Aue in Fuldabrück-Dörnhagen. Jetzt gibt es für die Bewohner ein landschaftliches Schmankerl oben drauf.

Einen Himmelsteich und 650 heimische Bäume und Sträucher, die gerade am Neubaugebiet gepflanzt werden.

Rund 110.000 Euro investiert die Gemeinde in die Renaturierung der Flächen, die laut Naturschutzrecht als Ausgleich für die Errichtung des Neubaugebiets angelegt werden müssen. „Was wir der Natur weggenommen haben, soll damit wieder ausgeglichen werden“, sagt Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD).

Oberhalb der neuen Grundstücke nahe dem Stritz-Graben wurde in den vergangenen Wochen der Oberboden abgetragen, um dem Boden, der vorher als Ackerland genutzt wurde, Nährstoffe zu entziehen, erklärt Michael Nase vom Ingenieurbüro Intium. „Wenn der Boden zu nährstoffreich ist, wachsen wesentlich weniger Arten.“ Gewollt sei aber eine große Pflanzenvielfalt mit bis zu 35 Arten.

Gepflanzt wurden auf den beiden Ausgleichsflächen rund 650 Gehölze wie Schlehdorn, Weißdorn, Liguster und Hasel. Eine dreireihige Gehölzpflanzung soll das Baugebiet eingrenzen. Auf Nadelbäume habe man bewusst verzichtet und heimische Pflanzen ausgewählt. Um Vögeln, die ihre Nester am Erdboden anlegen, und Reptilien wie Eidechsen neue Rückzugsorte zu bieten, wurden auf dem Boden Lesesteine angehäuft.

Optischer Höhepunkt der Renaturierung ist ein Himmelsteich mit zwei Inseln. Bis zu 1,10 Meter ist er tief und füllt sich ausschließlich durch Regen und Hangdruckwasser. „Daher kommt auch der Name“, erklärt Nase. Über das Jahr soll er stets zu 50 bis 60 Zentimetern mit Wasser gefüllt sein, sagt der Planer voraus. Der Teich soll in den kommenden Tagen noch mit Schilf bepflanzt werden. Auch das nahe liegende Wasserhäuschen werde demnächst neu gestrichen und begrünt. Bis spätestens Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Dirk Widmer vom Fuldabrücker Bauamt ist zufrieden mit dem Ergebnis in der Aue. Auf einer kleinen Fläche sei ein echter Hingucker entstanden.

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