Fachdienst Asyl zieht an die Albert-Einstein-Straße

Unterkünfte für 500 Flüchtlinge: Kreis mietet Gewerbehallen an

Aktuell wird die ehemalige Plus-Supermarkt-Filiale am Oderweg 3 auf Hochglanz gebracht. Der Landkreis hat dieses Gebäude für bis zu 100 Flüchtlinge angemietet. Foto: Koch

Platz für bis zu 500 Flüchtlinge schafft der Landkreis Kassel aktuell in zwei ehemaligen Gewerbeimmobilien in Fuldabrück-Bergshausen.

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Angemietet hat die Behörde den ehemaligen Lebensmittelmarkt am Oderweg 3 (100 Plätze) sowie die Halle des vor zwei Jahren insolvent gegangenen Messebauers Knauf (400 Plätze) an der Albert-Einstein-Straße 6. Eine dritte Gemeinschaftsunterkunft (GU) entsteht zudem in Grebenstein in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude am Bahnhof mit 250 Plätzen.

Zunächst werde die GU am Oderweg vorbereitet. Gestern wurde die Halle komplett gereinigt, die Einrichtung beginnt in den nächsten Tagen. „Dabei werden auch Flüchtlinge aus der bereits vorhandenen Asylbewerberunterkunft Bergshausen mithelfen“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Bereits in der nächsten Woche sollen dort dann die ersten Flüchtlinge einziehen.

Gleich hinter dem Möbelhaus Finke an der Albert-Einstein-Straße 6 können bis zu 400 Flüchtlinge leben. Noch vor gut zwei Jahren hatte hier der Messebauer Knauf seinen Sitz. Foto: Koch

Einige Wochen später werde dann auch die Gewerbehalle an der Albert-Einstein-Straße für Flüchtlinge bezugsfertig sein. „Doch geben wir das Gebäude erst dann frei, wenn die Unterkünfte am Oderweg und in Gebenstein voll belegt sind“, sagt Kühlborn. Das könne bereits im März sein, „aktuell weist uns das Land wöchentlich bis zu 140 Flüchtlinge zu“, sagt der Kreissprecher. In den nächsten Monaten werde der Landkreis auch in anderen Kommunen weitere neue Unterkünfte eröffnen.

Fachdienst zieht im März um

Bis März soll auch der Fachdienst Asyl des Landkreises Kassel in die Immobilie an der Albert-Einstein-Straße umgezogen sein, kündigt Vizelandrätin Susanne Selbert an. Rund 50 Mitarbeiter des Fachbereichs Soziales, zu dem der Fachdienst Asyl gehört, sind betroffen. Der Vorteil: Künftig werden alle Mitarbeiter, die mit der Betreuung und Unterbringung der Asylbewerber zu tun haben, an einem Standort zusammenarbeiten. Durch die weiter steigenden Asylbewerberzahlen hatte der Landkreis den Fachdienst Asyl durch interne Personalverschiebungen und befristete Neueinstellungen verstärken müssen. Bisher ist der Fachdienst Asyl im Kreishaus an der Wilhelmshöher Allee und in angemieteten Büros an der Fünffensterstraße untergebracht.

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