Fuldatal: Ja zum Ausbau der Veckerhagener Straße

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Dauerbrenner Veckerhagener Straße: Nun soll es aber losgehen. Die Gemeindevertreter bewilligten für den lang diskutierten Ausbau der Ihringshäuser Ortsdurchfahrt 600 000 Euro. Ende 2018 soll das Straßenbauprojekt dann beendet werden, so die Planungen. 

Fuldatal. Nun kann es wohl losgehen mit dem Ausbau der Veckerhagener Straße in Ihringshausen. Die Fuldataler Gemeindevertreter stellten dafür 600.000 Euro zur Verfügung.

Es war die letzte Sitzung der Fuldataler Gemeindevertreter in dieser Legislaturperiode. Wohl ein Grund dafür, dass die Tagesordnung umfangreich ausfiel. Schließlich mussten noch einige dringliche Entscheidungen abgearbeitet werden.

So zum Beispiel die beinahe unendliche Geschichte zum Umbau der Veckerhagener Straße in Ihringshausen, mit der sich die Kommunalpolitiker seit mehr als 180 Monaten beschäftigen. Hier müsse dringend eine Lösung gefunden werden, forderte Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). „Die Wasserleitungen sind marode und die Oberflächen in einem erbärmlichen Zustand“, sagte er, der die Aufhebung des Sperrvermerkes für 600.000 Euro forderte.

Dass die ehemalige Bundesstraße saniert und umgebaut werden muss, darüber besteht weitgehend Konsens. Ins Stocken geriet das Vorhaben, als die beantragten Fördermittel des Landes Hessen um rund 900 000 Euro gekürzt wurden. Die Gemeinde zog die Notbremse und ein entsprechender Sperrvermerk legte das Vorhaben zunächst auf Eis. Inzwischen wurden die fehlenden Mittel durch geänderte Planungen kompensiert.

Schreiber rechnete vor, dass sich die Anlieger der Straße mit etwa 15.000 bis 20.000 Euro an den Sanierungskosten beteiligen müssten.

Die Grünen mahnten an, die Anliegergebühren künftig gerechter und transparenter zu gestalten. Kritik kam auch von der SPD-Fraktion. Fraktionsvorsitzende Heidrun Gottschalk forderte mehr Gründlichkeit statt Eile und kündigte an, sich bei den Detailplanungen einbringen zu wollen. Thomas Ackermann von den Grünen sprach von Kardinalfehlern. Die Gemeinde habe mit Landeszuschüssen gerechnet, die nicht förderfähig waren.

Nach den Stellungnahmen der Fraktionen wurde ein Betrag von 600.000 Euro mit einer Gegenstimme sowie einer Enthaltung bewilligt. Diese Summe sei erforderlich, um bereits angefallene Planungs- und Ingenieurleistungen zu bezahlen, sagte Schreiber. So sei auch die Bauzeit vom Frühjahr 2017 bis Ende 2018 nicht mehr infrage gestellt.

Eine breite Zustimmung gab es auch für die Beteiligung am Windpark Rohrberg/Helsa, bei dem sich die Kommune an der Gewinnung erneuerbarer Energien beteiligen wird.

Von Werner Brandau

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