Experte beantwortet die wichtigsten Fragen

Torsten Krüger aus Fuldatal hat mit Investmentclub Erfolg an der Börse 

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Immer einen Blick auf die Kurven: Torsten Krüger setzt auf langfristige Trends beim Aktienkauf und ist damit nach eigener Angabe erfolgreich. 

Fuldatal. Torsten Krüger ist mit seinem Investmentclub "Highflyer" an der Börse sehr erfolgreich und verrät, worauf man bei Aktien achten sollte.

Seit 1988 investiert Torsten Krüger sein Geld erfolgreich an der Börse. Mit dem Investmentclub „Highflyer“ erzielt der 46-Jährige aus Fuldatal seit dem Jahr 2000 ein durchschnittliches Wachstum von drei Prozent im Jahr für das Portfolio. Das sei kein Trick, denn Krüger ist sich sicher: „Jeder kann an der Börse Geld verdienen.“

Was muss man mitbringen, um mit Aktien zu handeln?

„Man sollte interessiert sein und die Bereitschaft haben zu lernen“, sagt Krüger. Auch mit kleinen Beträgen könne man eine gute Rendite haben. So zahle jedes Mitglied des Investmentclubs nach einer Einmaleinlage von 500 Euro nur 50 Euro pro Monat.

„Als Club werden wir aber alleine dieses Jahr 10 000 Euro Dividenden bekommen, zusätzlich zum Wachstum der Aktien, bei denen sich der Wert zum Teil über die Jahre verdoppelt hat.“

Welche Strategie verspricht den größten Erfolg?

Krüger folgt einem klaren Grundsatz: „Hin und Her macht die Taschen leer.“ Man solle nur Aktien kaufen, die bei einer langfristigen Entwicklung von fünf bis zehn Jahren keine großen Schwankungen haben und einen dauerhaften Trend nach oben zeigen. „Man muss dabei Zeit mitbringen und Krisen auch mal aussitzen, statt gleich zu verkaufen.“ Selbst bei einem hohen Einstiegskurs würde sich ein Kauf lohnen, wenn man die Aktie viele Jahre halte.

Wann sollte man die Finger von Aktien lassen?

„Aktien sind nichts für Zocker“, sagt Krüger. Wer über Nacht reich werden wolle, könne nur verlieren. „Wenn die Menschen gierig werden, schalten sie Hirn und Verstand aus.“

Man müsse sich mit den Aktienkursen beschäftigen und langfristig investieren. Große Konzerne hätten dabei das geringste Risiko, da die Wahrscheinlichkeit einer Pleite besonders gering sei. „Wir im Aktienclub investieren aber nur in solide Unternehmen, sodass wir nachts noch ruhig schlafen können.“

Welche Rolle spielt Moral beim Aktienkauf?

Auch im Club kommt es laut Krüger zu Diskussionen über moralische Fragen beim Aktienkauf - zum Beispiel bei Tabak- oder Lebensmittelkonzernen. Im Club entscheide am Ende die Mehrheit.

„Wer privat handelt, findet aber immer Alternativen, wenn es Bedenken wegen der Politik eines Unternehmens gibt“, sagt Krüger.

Ist Aktienhandel seit der Finanzkrise riskanter geworden?

„Viele trauen sich wegen der Krise nicht an die Börse, diese hat sich inzwischen aber erholt.“ Wer ein vielfältiges Portfolio kaufe, habe ein geringes Risiko. Der Club habe während der Krise auch Verluste gemacht, diese seien aber inzwischen durch das Festhalten an den Aktien ausgeglichen. „Für mich ist die Börse die beste Anlage, die es gibt“, sagt Krüger.

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