Direktion Fuldatal informiert auf Twitter über den Alltag

Infos über Einsätze: Die Bundespolizei zwitschert jetzt

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Ab jetzt wird getwittert: Polizeihauptkommissarin Judith Tölle und Polizeioberkommissar Dennis Goldbeck von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Direktion Bundesbereitschaftspolizei Fuldatal werden ab jetzt mit Kurznachrichten über die Arbeit der Kollegen informieren. 

Fuldatal. Ob beim Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Hannover, beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau oder an den Wochenenden bei Fußballspielen - die Direktion Bundesbereitschaftspolizei aus Fuldatal ist in die Organisation aller Einsätze der Bundespolizei in Deutschland involviert.

Doch kaum jemand bekommt etwas mit von der Arbeit der Beamten. Das soll sich nun ändern: Ab dem 9. Mai will die Fuldataler Einheit über ihren Alltag und ihre Einsätze beim Kurznachrichtendienst Twitter (englisch für Gezwitscher) berichten.

Offenheit und Transparenz

„Wir wollen der Bevölkerung so näherbringen, was wir eigentlich machen“, sagt Dennis Goldbeck von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Direktion Bundesbereitschaftspolizei in Fuldatal. Offenheit und Transparenz schaffen ist das Ziel des Polizeioberkommissars und seiner Kollegin, Polizeihauptkommissarin Judith Tölle.

Die beiden Beamten werden dazu unter dem Profil „Bundespolizei BEPO“ Kurznachrichten, sogenannte Tweets, schreiben. Darin berichten sie über die Arbeit der Beamten am Standort Fuldatal und die von dort aus koordinierten Einsätze. Die Nutzer - Follower genannt - können so einen Einblick in den Alltag der Bundespolizisten mit Trainings und Lehrgängen bekommen und Einsätze quasi in Echtzeit verfolgen.

Außerdem können die Follower die Plattform nutzen, um Fragen zu stellen. „Wir werden jedem antworten“, haben sich Tölle und Goldbeck vorgenommen. So wollen die beiden auch darüber informieren, warum gerade ein Hubschrauber der Fliegerstaffel in Fuldatal abhebt und wohin er fliegt, auch wenn die Hubschrauber zum Bundespolizeipräsidium und nicht zur Bundesbereitschaftspolizei gehören.

Auch die Möglichkeit, auf Kritik an der Arbeit der Bundespolizei zu reagieren, wollen Tölle und Goldbeck auf Twitter nutzen. „Wir können dort künftig erklären, warum beispielsweise Wasserwerfer zum Einsatz kommen“, erklärt Goldbeck. „Außerdem wollen wir Gerüchten vorbeugen, die sich gerade über Twitter rasend schnell verbreiten“, sagt seine Kollegin Tölle.

Offen und ehrlich über alles berichten, das ist Anspruch und Ziel der beiden Beamten. Aber natürlich nur, soweit das Daten- und Geheimschutz erlauben: „Zu konkreten Einsatzstärken beispielsweise sagen wir nichts. Es gibt gesetzliche Grenzen und wir müssen auch das Persönlichkeitsrecht unserer Kollegen schützen“, erklärt Tölle.

Zehn Bundespolizeiabteilungen werden von der Direktion in Fuldatal koordiniert. Mit Sitzen in Ratzeburg, Uelzen, Blumberg, Bad Düben, Duderstadt, Sankt Augustin, Hünfeld, Bayreuth, Bad Bergzabern und Deggendorf liegen sie im gesamten Bundesgebiet verstreut. Knapp 6200 Beamte werden jedes Wochenende von Fuldatal aus verteilt. Da ist es nicht leicht, von allen relevanten Ereignissen zu berichten und dabei das Interesse möglichst vieler Nutzer zu wecken. Doch schon bevor überhaupt der erste Tweet abgesetzt worden ist, folgen der Direktion Bundesbereitschaftspolizei mehr als 100 Nutzer. Das lässt hoffen.

Ein bisschen aufgeregt seien sie schon, sagen Tölle und Goldbeck vor dem Twitter-Start. „Aber wir lassen uns jetzt einfach überraschen und hoffen auf gute Resonanz.“

Auch bei Großveranstaltungen und Katastrophen im Einsatz

Die Direktion Bundesbereitschaftspolizei mit Sitz in Fuldatal führt, koordiniert und unterstützt die zehn Einsatzabteilungen der Bundespolizei in Ratzeburg, Uelzen, Duderstadt, Blumberg, Bad Düben, Bad Bergzabern, Sankt Augustin, Hünfeld, Bayreuth und Deggendorf. Die Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) ist die Fachpolizei des Bundes. Vor allem die Bereiche Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit zählen zu ihren Hauptaufgaben. Zusätzlich sind die Beamten der Bundesbereitschaftspolizei zur Stelle, wenn die Polizeien der Länder bei besonderen Anlässen - wie etwa den alljährlichen Großveranstaltungen zum 1. Mai - Unterstützung benötigen. Auch andere Bundesbehörden, wie die Bundeszollverwaltung oder das Bundeskriminalamt setzen, zum Beispiel zur Strafverfolgung bei bundesweiten Hausdurchsuchungen, auf die Hilfe der Bundesbereitschaftspolizei. Schließlich entsendet die Bundesbereitschaftspolizei auf besondere Anforderung auch Spezialkräfte, zum Beispiel eine Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft oder Teileinheiten der technischen Einsatzhundertschaft wie Tauchergruppen oder eine Wasserwerfer-Sonderwagen-Einheit. Zudem leistet sie Hilfe bei Katastrophen wie dem Hochwasser 2013 in weiten Teilen Deutschlands.

Wie folgt man bei Twitter?

Wer sich für die Twitter-Meldungen der Direktion Bundesbereitschaftspolizei mit Sitz in Fuldatal unter dem Profil „Bundespolizei BEPO“interessiert, kann diese abonnieren, im Twitter-Deutsch: followen. Unabhängig davon können Nutzer die einzelnen Tweets aufrufen, indem sie die Adressewww.twitter.com/bpol_bepo aufrufen.

Unter @bpol_bepo können Nutzer die Direktion direkt kontaktieren, um Fragen und Anregungen zu formulieren.

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