Fuldatal: Ausbau der Veckerhagener Straße beginnt frühestens 2017

Sanierung verschoben: Die Veckerhagener Straße sollte ab dem kommenden Frühjahr ausgebaut werden. Die Gemeinde überlegt, das Kirchengrundstück (links) doch nicht zu kaufen und damit die Kosten zu senken. Archivfoto:  Dilling

Fuldatal. Eigentlich wollte die Gemeinde Fuldatal in diesem Winter die Ausschreibungen zur Sanierung der Veckerhagener Straße realisieren. Doch der Fördermittelbescheid des Landes Hessen in Höhe von 1,4 Mio. Euro macht der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung.

Grund: Laut aktueller Planung sollen die Anlieger 25 Prozent der Kosten tragen. Das Land Hessen bewertete die Ortsdurchfahrt aber als Straße ohne „überörtliche Bedeutung“. Das bedeutet konkret, dass die Anlieger nun das Doppelte, also 50 Prozent der Baukosten, zahlen sollen.

Diese Hiobsbotschaft verkündete Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) am Mittwochabend während der Gemeindevertretersitzung in Ihringshausen. Zwar könne die Gemeinde die zusätzlich zu erbringenden 25 Prozent auch selbst tragen. Das hieße aber im Umkehrschluss, dass die Neuverschuldung steigen würde. Die Verwaltung werde noch einmal die Dringlichkeit bei Bund und Land formulieren, um weitere Fördermittel zu generieren. „Die Veckerhagener Straße muss saniert werden, der Kanal und die Wasserleitungen sind marode“, betonte Schreiber. Die Frage sei nur, wann und unter welchen Rahmenbedingungen saniert werde. Die Verwaltung müsse nun Lösungen finden, um mehr Geld zu erhalten: „Der Baubeginn im Jahr 2017 muss das Ziel sein.“

Ob die neuen Pläne zur Sanierung der Veckerhagener Straße dem Parlament bereits in der nächsten Sitzung im Februar vorgelegt werden, konnte Schreiber noch nicht zusagen. Es gebe aber bereits erste Überlegungen, an welchen Stellen im Planungsentwurf noch gespart werden könnte. „Eine Möglichkeit wäre, das Teilstück vom Hasenstock bis ins Schocketal nicht zu verbreitern, sondern nur die Fahrbahn zu sanieren.“ Auch der Erwerb des Kirchengrundstücks in Ihringshausen werde noch einmal diskutiert.

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