Asphaltierung in 14 Tagen

Fuldatal: Teilstück des Fulda-Radwegs R1 steht kurz vor Abschluss

+
Blick auf die Holzbrücke über die Espe bei Sinmmershausen: Frisch geschottert liegt die fertige R1-Trasse da. In zwei Wochen werden hier Trag- und Deckschicht aufgetragen.

Fuldatal. Kurz vor der Vollendung steht der rund 2,5 Kilometer lange Abschnitt des Fulda-Radwegs R1 zwischen Kragenhöfer Brücke und Schocketal auf Fuldataler Grund.

Die Radwegtrasse mit einer durchgehenden Breite von drei Metern – mit jeweils einem halben Meter Bankette auf jeder Seite – ist bereits hergestellt und durchgehend geschottert. „Fehlen nur noch die Trag- und die Deckschicht“, sagt Martin Gronemann, Büroleiter der Gemeinde Fuldatal. Aufgetragen werden sollen sie in etwa 14 Tagen.

Damit wäre dann im Raum Kassel das letzte bislang unausgebaute Teilstück des insgesamt 248 Kilometer langen Fuldaradweges von Gersfeld in der Rhön im Süden bis nach Bad Karlshafen im Norden fertig. „Alles lief nach Zeitplan, Ende September sind wir fertig, Anfang Oktober wollen wir den Radweg einweihen“, sagt Gronemann. Dann könne auch die Vollsperrung der Fuldatalstraße, über die jetzt noch der Radverkehr abgewickelt wird, wieder aufgehoben werden. Das etwa fünf Kilometer lange Teilstück auf Kasseler Seite zwischen Landhaus Meister und Eisenbahnbrücke wurde bereits 2015 fertiggestellt.

Bis Ende September soll dann auch die alte Holzbrücke über dem Mühlbach in Wilhelmshausen kurz vor Hann. Münden erneuert sein. Der Neubau beginnt kommende Woche, die Bauzeit dauert etwa drei Wochen. „Die Radfahrer werden in dieser Zeit über die Mündener Straße (B 3) umgeleitet“, sagt Gronemann. Die alte überdachte Holzbrücke über der Espe in Simmershausen ist noch gut in Schuss und bleibt in ihrem jetzigen Zustand.

Insgesamt kostet das Vorhaben 745 000 Euro. Darauf entfallen 631 000 Euro auf die reinen Baukosten. Das Land übernimmt 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Förderbescheid über 523 000 Euro war bereits Anfang Juli bei der Gemeinde Fuldatal eingegangen. Die Planungskosten in Höhe von 108 000 Euro werden mit 35 000 Euro vom Landkreis bezuschusst.

Rund 30 000 Radwanderer nutzen den R1 jährlich, „er ist einer der meist befahrenen Radfernwege in Hessen“, sagt Norbert Sanden, Landesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Das letzte Teilstück bei Fuldatal war bislang nur zwischen 1,20 und 2,30 Meter breit, der Weg war lediglich geschottert beziehungsweise gar nicht befestigt. Vor allem nach Regen verwandelte sich die Strecke in eine Schlamm-Piste. „Die Beseitigung von Engstellen ist deshalb nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit“, sagt Sanden. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.