Knickhagen: Campingplatz und Gaststätte feiern 40. Geburtstag 

+
Begeisterte Camper: Für die Dauercamper (von links) Frank Missing, Dieter und Heidi Reinhold und Jutta Missing ist der Campingplatz in Knickhagen ein zweites Zuhause. Darüber freuen sich auch die Betreiber Michaela und Michael Patzke, die von Michaela Patzkes Eltern Margot und Henner Büscher unterstützt werden. 

Fuldatal. Der Campingplatz und die Gaststätte „Fulda-Freizeitzentrum Knickhagen" feiern von Freitag, 1. Juli, bis Sonntag, 3. Juli, 40. Geburtstag.

Für Frank und Jutta Missing war es Liebe auf den ersten Blick. Vor 35 Jahren besuchte das Ehepaar aus Kaufungen Freunde, die Urlaub auf dem Campingplatz in Knickhagen machten. „Und da haben wir uns sofort in den Platz verliebt“, erinnert sich Jutta Missing. Noch am selben Abend kauften sie sich ihren ersten Wohnwagen. Seitdem halten sie als Dauercamper ihrem zweiten Zuhause die Treue.

Selbstverständlich werden sie auch den Geburtstag des Campingplatzes mitsamt dazugehöriger Gaststätte mitfeiern. Von Freitag, 1. Juli, bis Sonntag, 3. Juli, lädt die Betreiberfamilie Patzke aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des „Fulda-Freizeitzentrums Knickhagen“ zu einem Festwochenende ein.

Ein Stück Familiengeschichte 

Feiern können Michaela und Michael Patzke dann nicht nur den Platz, sondern auch einen Teil ihrer Familiengeschichte. Ein Jahr nach der Einweihung 1976 übernahmen die Eltern von Michaela Patzke die Anlage als Pächter und hielten fast 22 Jahre das Ruder in der Hand. Als Margot und Henner Büscher 1998 aufhörten, kam eine Übernahme für Tochter und Schwiegersohn noch nicht infrage. „Wir hatten kleine Kinder, das wäre nicht gegangen“, erklärt Michaela Patzke. Doch als Fuldatal 2009 nach mehreren Pächterwechseln wieder einmal nach neuen Betreibern suchte, standen Patzkes bereit. Und als die Gemeinde das Areal 2014 verkaufen wollte, griffen sie zu und übernahmen Campingplatz und Gaststätte als Eigentümer.

„Wir sind von acht bis in die Nacht im Einsatz“, erklärt Michaela Patzke. Der Tag beginnt mit dem Brötchenservice für die Camper und endet mit der Arbeit in der Gaststätte. Unterstützt wird das Ehepaar von den drei erwachsenen Kindern, einer Schwiegertochter und natürlich auch von „Tante Margot“ und „Onkel Henner“, wie das Ehepaar Büscher von den Kindern auf dem Platz genannt wird.

Internationale Gäste zur documenta

„Wir sind hier wie eine große Familie“, sagt Dieter Reinhold aus Kassel, der mit seiner Frau Heidi seit 1979 zu den Dauercampern zählt. Damals waren viele junge Familien auf dem Platz. „Die Kinder sind hier praktisch aufgewachsen“, erzählt Frank Missing. Und obwohl sich viele der Dauercamper seit Jahrzehnten kennen, empfinden sie sich keinesfalls als geschlossene Gesellschaft. „In den Jahren sind immer wieder neue Leute dazugekommen und wurden gut aufgenommen. Man findet hier leicht Anschluss“, erklärt Dieter Reinhold. Das gilt auch für die vielen Gäste aus den Niederlanden, die in Knickhagen Station machen. Richtig international wird es immer zur documenta, wenn Besucher aus Italien, Norwegen und sogar Australien ihre Zelte aufschlagen.

Dass sich die Camper gegenseitig helfen, ist klar. Egal ob es darum geht, ein komplettes Vorzelt von einem Platz zum nächsten zu tragen oder einen Campingfreund nach einer langen Feier mit dem Campingtaxi (einer Schubkarre) zum eigenen Wohnwagen zurückzubringen.

Und was macht eine Familie mit einem eigenen Campingplatz, wenn sie selber einmal Urlaub hat? „Wir fahren mit dem Wohnwagen weg“, sagt Michaela Patzke und lacht.

Info: www.Campingplatz-Knickhagen.de

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.