Geschenke für Kinderpatienten aus dem Hubschrauber

Er landete mit dem Christoph 7: Nikolaus Michael Folger ließ sich von Frank Ingber (links) zu den wartenden Kindern in der Feuerwehrhalle führen. Fotos: Dilling

Fuldatal. Da machten die Kinder in der Feuerwache Ihringshausen große Augen. Der Nikolaus kam am Wochenende mit dem Hubschrauber und verteilte Geschenke.

Wenn der Rettungshubschrauber Christoph 7 abhebt, dann geht es oft um Menschenleben. 1200-mal sei der in Fuldatal stationierte Helikopter in diesem Jahr bisher im Einsatz gewesen, sagt Ingo Sondergeld, Vorsitzender des Fördervereins der Rettungsstation Christoph 7.

Und es sind nicht nur Erwachsene, die nach einem Unfall, einem Brand oder einer Herzattacke schnelle Hilfe aus der Luft brauchen. Die Crew hat den Notarzt dieses Jahr auch zu 60 Kindern, die dringend medizinische Versorgung brauchten, geflogen. Fast alle von ihnen feierten bei der Nikolausfeier, die der Förderverein am Samstag, auf der Feuerwache Ihringshausen ausrichtete, ein Wiedersehen mit ihren Rettern.

Der Nikolaus, hinter dessen Bart sich Michael Folger vom Förderverein verbarg, flog mit seinem Geschenkesack standesgemäß mit dem Hubschrauber Christoph 7 ein. „Die Idee ist, dass die Kinder einmal den Rettungshubschrauber nicht in einer dramatischen Situation erleben, sondern in einer fröhlichen Umgebung. Wir hoffen, dass dies ihnen hilft, ihr Trauma des Unfalls etwas zu bewältigen“, erklärt Sondergeld. Aus Sicherheitsgründen durften die Kinder den Helikopter nur aus der Ferne beobachten.

Dafür feierten die Kinder, die ihre Eltern und Geschwister mitgebracht hatten, ein sehr persönliches Wiedersehen mit ihren Rettern. Larina Sonnenberg strahlte Dr. Holger Pönitz an. Der Notarzt war im August mit Christoph vor dem Haus ihrer Eltern Marcus und Tanja in Simmershausen auf eine Wiese eingeflogen und hatte die weinende Zweijährige untersucht, wegen eines Wespenstichs.

Was harmlos klingt, hätte bei Larina möglicherweise einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auslösen können. Das befürchteten zumindest ihre Eltern. Denn Vater Marcus, selbst Bereitschaftsleiter beim Roten Kreuz, ist allergisch gegen Wespenstiche. Die Eltern dachten, ihr Kind könne auch unter dieser Allergie leiden. Doch es ging alles gut. „Wenn ich eintreffe und die Kinder schreien, ist das meist ein gutes Zeichen“, sagt Pönitz. Das sei bei teilnahmslos wirkenden Kindern anders.

Tanja Sonnenberg erinnert sich noch gut daran, wie Pönitz beruhigend auf ihr schreiendes Kind und auf sie selbst eingewirkt habe. „Der Doktor war herzallerliebst“, sagt sie. Ihr Mann Marcus kann das nur bestätigen. Er war damals beruflich unterwegs und hatte aufgeregt mit dem Notarzt telefoniert. „Die Idee eine Feier für die kleinen Notfallpatienten zu machen, ist sehr schön. Ich werde das auch mal beim Roten Kreuz für die bodengebundenen Einsätze vorschlagen“, sagt er.

Während der Nikolausfeier durften die Kinder in der Halle der Feuerwehr auf einer Hüpfburg toben, ein weiblicher Clown sorgte für fröhliche Unterhaltung.

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