Jupiter-Venus-Konjunktion

Himmelsereignis lockte viele Besucher auf die Sternwarte in Rothwesten 

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Neugierige Besucher: Ralf Gerstheimer (von links) ließ Regina und Heinz Geisel aus Schrecksbach einen Blick durchs Okular werfen.

Fuldatal. Viele Astronomiebegeisterte waren am Wochenende auf der Sternwarte in Rothwesten, um ein besonderes Himmelsereignis zu beobachten. 

Das Berg- und Heimatfest am Häuschenberg in Rothwesten ist bestimmt eine Reise wert. Doch Regina und Heinz Geisel aus dem mittelhessischen Schrecksbach hatten am Samstagabend kein Ohr für die Disco-Musik, die vom Fest hinauf zur Sternwarte schallte: Gebannt schauten sie und ihre Enkelin Selina durch das Okular des Teleskops, das Ralf Gerstheimer von der Sternwarte in den rötlichen Sommerhimmel richtete. Zwei Punkte waren da zu sehen, ein großer blasser und halb rechts darunter ein leuchtender, stecknadelkopfgroßer: der riesige, aber fast 800 Millionen Kilometer von der Sonne entfernte Jupiter und die nur gut 100 Millionen von ihr entfernte Venus. Klar, dass diese heller von der Sonne angestrahlt wird.

Faszinierendes Ereignis

Beide Planeten kamen sich am Samstagabend kurz vor Einbruch der Dunkelheit aus der Perspektive der Erde scheinbar ganz nahe. Konjunktion nennen das die Astronomen. Die scheinbare Nähe kommt durch eine seltene Konstellation der Neigungswinkel der Umlaufbahnen von Venus, Jupiter und Erde zustande. Viele fanden das offenbar faszinierend. Gerstheimer machte zahlreiche Fotos durch das Okular des Teleskops.

Eine Etage tiefer, auf der umlaufenden Ballustrade der Sternwarte, konnten sich die Besucher von der Leistungsfähigkeit des neuen Großfernglases der Sternwarte überzeugen und auf eigene Faust nach Jupiter und Venus suchen.

Das teleskopartige Fernglas hat eine 30-fache Vergrößerung, dreimal mehr als das beste Glas, über das die Sternwarte bisher verfügte. Es ist in alle Richtungen schwenkbar. Das neue Fernglas sei von der Kasseler Sparkasse großzügig gesponsert worden, sagte Gerstheimer. Leonie Schüler (13) aus Kassel fand mit dem Glas ganz schnell das Haus ihrer Eltern.

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