Geschäftsleute hoffen weiter auf Aufwertung der Straße

Ihringshausen: Bald neue Infos zur Sanierung der Veckerhagener Straße

Umbaudiskussion geht weiter: Die vorgesehene Verengung der Fahrbahn der Veckerhagener Straße zugunsten breiterer Gehwege stößt teilweise auf Kritik, beispielsweise wegen der Linienbusse, die sich dort begegnen müssen. Fotos: Dilling

Fuldatal. Es war ein Schlag ins Kontor für die Gemeinde: Vor Weihnachten kündigte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir an, dass Fuldatal nur die Hälfte des erwarteten Zuschusses für den Umbau und die Sanierung der Veckerhagener Straße bekommen soll.

Sieben Wochen nach dieser Nachricht gibt es immer noch keinen Plan, wie man trotz des finanziellen Ausfalls das Projekt umsetzen soll. Klar ist nur, dass es jetzt erst 2017 losgeht. Mitte der Woche werde es etwas zu berichten geben, man arbeite noch an den geänderten Plänen, sagte Büroleiter Martin Gronemann von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage.

Die Stimmungslage unter den Geschäftsleuten - so zeigt eine stichprobenhafte Befragung - schwankt zwischen Skepsis, Ratlosigkeit und Hoffnung, dass man auch mit dem deutlich niedrigeren Budget noch etwas für die Aufwertung der Veckerhagener Straße tun kann. Manche wollen auch gar nichts mehr zu diesem Dauerbrenner-Thema sagen. Peter Stöcker vom gleichnamigen Friseursalon gehört nicht dazu. Vor seiner Haustür müsse etwas passieren, sagt er und zeigt auf den welligen Bürgersteig. Dagegen könne er auf die geplante Verengung der Fahrbahn gut verzichten. „Aber es sollten so viele Parkplätze wie möglich erhalten bleiben“, meint Stöcker. Letzteres ist auch Sabine Boland, Betreiberin eines Kosmetikstudios, sehr wichtig. „Es wäre schön, wenn die Gehwege gepflastert und die Straße optisch aufgewertet würde“, erklärt Boland. Bisher sei sie eher trist.

Marita Wenzel vom Schmuckgeschäft hofft, dass trotz des fehlenden Geldes aus Wiesbaden die wichtigsten Ziele des Umbauprojekts umgesetzt werden können. „Ich war von Anfang an von den Plänen begeistert. Man kann auch mit weniger viel erreichen. Hauptsache, die Straße wird attraktiver“, sagt sie. Allerdings dürften die Anlieger nicht stärker belastet werden, da müssten die Fachleute im Rathaus „einen Mittelweg finden“.

Günter Ottmar

„Die Gemeinde muss das Geld nachhaltig einsetzen“, meint Apotheker Günter Ottmar. Gepflasterte Bürgersteige, die Beseitigung von „Schandflecken“, ein paar Bäume und „ein richtiger Platz mit Aufenthaltsqualität an der Kirche“ sind für ihn das Wichtigste. Die geplante Verengung der Straße hält er dagegen für einen Fehler. Das sieht auch Dieter Strohbeck vom Schreibwarenladen so, schon wegen der Linienbusse, die dort fahren. „Die Straße soll so bleiben, wie sie ist“, sagt er und fügt hinzu: „Wenn der Straßenumbau kommt, ziehen wir weg.“

Der Handwerker- und Gewerbeverein Fuldatal bezieht noch keine Stellung zu der geänderten Situation. Eine für Mitte Januar vorgesehene Vorstandssitzung sei auf Februar verschoben worden. Die müsse man abwarten, sagt die Vorsitzende Silke Geule-Himmelreich und fügt hinzu: Wir müssen erst einmal selbst einen Plan stricken.“

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