Immer weniger Flüchtlinge

Erstaufnahme in Rothwesten wird dicht gemacht - Calden und Kassel bleiben

Wird geschlossen: In der Erstaufnahme in Fuldatal-Rothwesten werden keine Flüchtlinge mehr untergebracht. Archivfoto:nh  

Fuldatal/Kassel/Lohfelden. Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen für Flüchtlinge in Fuldatal-Rothwesten wird stillgelegt. Der Status der Unterkunft werde von aktiv auf passiv umgestellt. Das teilte das Hessische Sozialministerium am Mittwochabend mit. Angaben dazu, wann die Unterkunft auf dem Gelände der früheren Fritz-Erler-Kaserne geräumt wird, machte das Ministerium nicht.

Das Gebäude war für bis zu 900 Flüchtlinge ausgelegt, zuletzt aber nur noch mit einem Bruchteil belegt.

Ob die Flüchtlinge alle zu einem festen Termin oder aber sukzessive verlegt werden, war am Mittwochabend weder von dem für die Erstaufnahmeeinrichtungen zuständigen Regierungspräsidium Gießen, noch von dem Ministerium selbst zu erfahren. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, bleiben die Erstaufnahmen auf dem alten Flugplatz in Calden und auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Kassel-Niederzwehren in Betrieb. Endgültig aufgegeben wird dem Ministerium zufolge dagegen die Unterkunft in dem früheren Hornbach-Gartenmarkt in Lohfelden. Diese war bereits vor Monaten geräumt worden und diente seither nur noch als Reserve.

Weiterhin geschlossen werden in Nordhessen Erstaufnahmen in Eschwege, Korbach, Bebra, Bad Hersfeld und Hessisch Lichtenau. Die frühere Prinz-Eugen-Kaserne in Bad Arolsen wird nicht ganz aufgegeben, sondern in den Reservemodus versetzt. Hintergrund für die Schließung der Erstaufnahmeeinrichtungen ist die in den vergangenen Monaten drastisch gesunkene Zahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge.

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