Spezialität nach Geheimrezept

Metzger aus Wilhelmshausen produziert Wurstpralinen

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Die „Florentiner“ Wurstpraline: Stolz präsentiert der 22-jährige Marcel Fuchs, Inhaber der neuen Wilhelmshäuser Metzgerei, seine Eigenkreation. 

Fuldatal. Der 22-jährige Metzger Marcel Fuchs aus Wilhelmshausen präsentiert eine neue Kreation: Die "Florentiner" Wurstpraline. 

Spaß und Kreativität gehören für Marcel Fuchs ebenso zum Berufsbild des Metzgers wie hochwertiges regionales Fleisch und Naturgewürze. Dass er sein Handwerk beherrscht, präsentiert der erst 22-jährige Inhaber der Metzgerei „Die Wilhelmshäuser“ seinen Kunden im Fuldataler Ortsteil Wilhelmshausen mit einer eigens kreierten Wurstpraline namens „Florentiner“.

Wurst und Praline – wie kann man sich das vorstellen? Die HNA durfte den Herstellungsprozess vom Rohfleisch bis zur fertigen Praline begleiten und das Ergebnis geschmacklich unter die Lupe nehmen.

So sieht die Praline aus

Von Ahler Wurscht und Eichsfelder, die der aus Immenhausen stammende Marcel Fuchs und Metzgermeister Kai Stützer aus Eichsfeld als eingespieltes Team in ihrem vielseitigen Wurstsortiment anbieten, unterscheidet sich die Wurstpraline optisch nur durch ihre handliche Größe. Hergestellt wird sie laut Fuchs in der Art eines Pfefferbeißers, ihre Würznote entspricht aber eher der von italienischen Edelschimmel-Salamis. Die genaue Rezeptur bleibt aber ein wohlbehütetes Geheimnis.

So entsteht die Praline

Als erstes werden mit Pökelsalz versetzte Fleischstücke aus Oberschale, Lachsfleisch und Edelteilen vom Schwein mit der besonderen Gewürzmischung vermengt und anschließend durch den Fleischwolf gezogen. Es folgt eine erneute Vermengung, um nicht nur die Gewürze, sondern auch Speck und mageres Fleisch ideal zu verteilen und eine einheitliche Masse zu erzeugen.

Das ausgewählte Fleisch der „Florentiner“ Wurstpraline wird nun in Schafsaitlinge gefüllt. Dieser Naturdarm ist im Vergleich zum Schweinedarm besonders zart, deswegen auch fast doppelt so teuer. „Wir verwenden feinste Zutaten, denn so eine Praline soll ja auch etwas feines sein“, so Fuchs. Da er auf Handarbeit großen Wert legt, dreht er die kleinen Würstchen selbstverständlich selbst ein. Ein ganzer Berg voller Rohpralinen hat sich inzwischen auf dem Tisch des Wurstbefüllers angesammelt. Diese werden nun auf Stangen locker aufgewickelt und anschließend bis zur gewünschten Note im Rauchofen behandelt.

So schmeckt sie

Die zarte Pelle knackt, wenn man in die Wurstpraline beißt. Vorerst dominiert die rauchige Note, die sich nach kurzer Zeit in eine süßliche verwandelt. Die Praline ist dabei nicht nur saftig, sondern durch ihre Würzart auch neuartig im Geschmack. Während die reinen Äußerlichkeiten dieser Spezialität nicht sofort auf die Bezeichnung einer Praline schließen lassen, trifft diese durch ausgewählte Zutaten und das erzeugte Geschmackserlebnis vollkommen zu.

Wurstspezialität aus Wilhelmshausen

So kommt die Praline an

Circa 1500 Wurstpralinen produziert Marcel Fuchs in der Woche. Denn die kleinen Würstchen sind laut Fuchs „ideal als Snacks, wie Chips zum Knabbern“ und bei den Leuten sehr beliebt. Dass die Pralinen so gut schmecken, verdanken sie dem Herzblut des 22-jährigen, der schon seit dem zwölften Lebensjahr Erfahrungen in Metzgereibetrieben sammeln konnte. Trotz langer und anstrengender Arbeitstage liebt er seinen Beruf – das spüren auch die Kunden.

Seit dem 29. Juli ist „Die Wilhelmshäuser“ Metzgerei in der Holzhäuser Straße 19 geöffnet, in der es neben der Wurstpraline auch einen besonders zarten Karamelschinken zu kaufen gibt. Ebenso erhältlich sind Backwaren und Waren für den täglichen Bedarf, denn im Fuldataler Ortsteil gibt es keine weiteren Einkaufsmöglichkeiten.

Von Lisa Beutler 

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