Vorbereitungen werden fortgesetzt

Nach Anschlag: Arbeiten an Flüchtlingsunterkunft laufen weiter

Fuldatal. Als am frühen Mittwochmorgen die Sirenen auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage im Fuldataler Ortsteil Rothwesten losheulten, wurden viele Anwohner aus der Umgebung aus dem Schlaf gerissen.

„Ich habe den Feueralarm bis in die Gerhard-Hauptmann-Straße gehört“, berichtet ein Mann. Er wohnt in der etwa 1,5 Kilometer entfernten Wohnsiedlung an der Kreisstraße zwischen Simmershausen und Knickhagen. Auch Lutz Schneckenberg wurde durch den ohrenbetäubenden Lärm der Sirenen geweckt. Der 56-Jährige lebt auf dem Gelände der Fritz-Erler-Anlage und in unmittelbarer Nähe zur neuen Flüchtlingsunterkunft. Dort war in der Nacht eine Gasleitung sabotiert worden.

Am Mittwochnachmittag sind die Schranken zur Erstaufnahme-Einrichtung geschlossen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes kontrolliert alle Autos, die auf das Gelände fahren.

Von der Straße aus ist der Gastank, dessen Leitung angesägt wurde, hinter den Mannschaftsunterkünften nicht zu entdecken.

In direkter Nachbarschaft: Auf der linken Straßenseite befindet sich das Grundstück von Lutz Schneckenberg, auf der rechten Seite das Gelände der Erstaufnahme.

Trotz des nächtlichen Vorfalls sind Handwerker, Mitarbeiter des Hessischen Baumanagements und des Regierungspräsidiums Kassel vor Ort, um die Unterkunft wie geplant fertigzustellen. Die ersten Container werden angeliefert, die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Schon Ende des Monats sollen nach Angaben der Behörden die ersten 450 Menschen in den ehemaligen Mannschaftsunterkünften untergebracht werden. Einige Hundert Meter weiter befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises Kassel. Dort leben 70 Menschen.

Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Fuldatal

Im Gegensatz zur Einrichtung des Landes ist das Gebäude des Kreises an der Sonnenallee gut ausgestattet und dient Asylbewerbern als langfristige Bleibe mit vielen sozialen Angeboten. Die Erstaufnahme oder Zwischenunterkunft des Landes dient indes lediglich der kurzzeitigen Unterbringung, bis die Menschen registriert und untersucht wurden, um sie anschließend auf die Landkreise und Kommunen zu verteilen.

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